Smartphone im Urlaub

Umfrage: Viele verzichten im Ausland auf mobiles Internet

Das Smartphone kommt bei den meisten Deutschen mit in den Urlaub. Einer Umfrage von 1&1 und YouGov zufolge verzichten aber viele auf die Nutzung des mobilen Internets, weil sie hohe Roamingkosten befürchten.

Handy UrlaubAuf mobiles Internet verzichten viele Urlauber lieber.© Antonioguillem / Fotolia.com

Montabaur – Das Surfen und Mailen am Strand kann aufgrund von Roaming-Kosten schnell teuer werden – fast jeder fünfte Deutsche hatte schon eine erhöhte Rechnung wegen Internetnutzung im Ausland. Und doch wollen die meisten Deutschen im Urlaub nicht auf ihr Smartphone verzichten. 82 Prozent der Befragten nehmen es mit, jeder Dritte nutzt es dann sogar regelmäßig. Lediglich drei Prozent lassen es ganz zu Hause, wie eine Umfrage von 1&1 und YouGov ergeben hat.

Wofür nutzen die Deutschen das Smartphone im Urlaub?

Fast jeder Dritte nutzt sein Smartphone regelmäßig im Urlaub. 15 Prozent der Befragten gaben sogar an, es mehrfach täglich in der Hand zu haben. Drei Viertel verwenden das Smartphone hauptsächlich, um E-Mails abzurufen. Jeder Zweite surft auf Webseiten, liest Nachrichten, recherchiert Ausflugsziele oder nutzt das Gerät zum Navigieren. Messaging ist insbesondere bei der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren sehr beliebt: 75 Prozent der jungen Leute gaben an, das Smartphone zum Chatten im Urlaub zu verwenden. Außerdem nutzen gut 40 Prozent der Urlauber die Möglichkeit, Fotos und Videos über soziale Netzwerke zu teilen. Hier sind Frauen noch aktiver als Männer: Jede zweite Frau gab in der Befragung an, Fotos zu versenden.

Ein Drittel schaltet Roaming aus

Laut Umfrage greifen 39 Prozent im Auslandsurlaub auf das mobile Internet zu. Für die Nutzung der gewünschten Dienste wird jedoch eine Menge Datenvolumen benötigt und deshalb befürchten ebenfalls 39 Prozent der befragten Personen zusätzliche Ausgaben. Ein Drittel der Befragten schaltet daher Roaming im Ausland zum Schutz aus.

35 Prozent der Befragten nutzen den normalen Vertrag des deutschen Mobilfunkanbieters, ohne sich über zusätzliche, eventuell preissparende Auslandsoptionen Gedanken zu machen. Dann ist die Gefahr entsprechend groß, von einer hohen Rechnung überrascht zu werden. Allerdings sind über 60 Prozent daran interessiert, entsprechende Auslandsoptionen zu nutzen, wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Melanie Dörr

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