Handys

Tschüss T9 - Smartphones & Handys mit QWERTZ

Touchscreen-Handys faszinieren. Nicht mehr ganz so ideal ist die innovative Eingabetechnik allerdings für Viel- und Schnellschreiber. Geräte mit physischer QWERTZ-Tastatur schaffen Abhilfe. Was der Markt aktuell zu bieten hat, zeigt unsere Übersicht mit 14 Modellen.

Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Touchscreen-Handys faszinieren. Vor allem die intuitive - fast spielerische - Bedienung per Fingerwisch macht einen Großteil ihrer Anziehungskraft aus. Nicht mehr ganz so ideal ist die innovative Eingabetechnik allerdings für Viel- und Schnellschreiber, denn die beschränkte Größe vieler Smartphone-Displays zwingt die Hersteller fast zwangsläufig zu Kompromissen in den Abmessungen virtueller Tastaturen. Die Folge: Ärgerliche Tippfehler, die das Texten zur Gedulds- und Nervenprobe machen. Abhilfe bieten Geräte, die nicht nur digital zum Schreiben einladen, sondern auch ganz plastisch mit einer QWERTZ-Tastatur ausgestattet sind. Wir haben uns einmal umgesehen und zeigen anhand von 14 Modellen, was der Markt aktuell zu bieten hat.

Übersicht

Seite 1: Kleine Transformer: Slider- & Klapp-Modelle
Seite 2: Kompakte Schreiber: Barren-Geräte

Vom Bürogerät zum Web-2.0-Gadget

Auf den ersten Blick wird klar: In den letzten Jahren hat sich hier so einiges getan. Fanden QWERTZ-Modelle vor nicht allzu langer Zeit noch vorwiegend im geschäftlichen Umfeld Verwendung, sind Volltastatur-Smartphones längst bis in die unteren Preisklassen vorgedrungen und zielen ebenso auf die junge Käuferschicht der webaffinen Social-Media-Junkies oder SMS-Fans.

Neben seriösem grau und gediegenem Schwarz bestimmen dabei auch immer wieder frische Farben das Bild und unterstreichen den Spaßfaktor der günstigen "Twitter- und Facebook-Phones". Ebenfalls vorbei sind die Zeiten, in denen sich das alte QWERTZ-Triumvirat BlackBerry, Nokia und Windows Mobile den Markt noch nahezu allein aufteilen konnte.

Android erobert auch das QWERTZ-Segment

Der neue Star am QWERTZ-Himmel heißt Android - zumindest im Bereich der sogenannten Slider- beziehungsweise Klapp-Modelle. Deren Hauptvorteile, ein großes und hochauflösendes Touchscreen-Display, exzellente Multimedia-Fähigkeiten sowie relativ große Tasten auf der meist ausschiebbaren Buchstabenklaviatur, qualifizieren sie in besonderem Maße für sämtliche Anwendungen rund ums mobile Internet. Wo Licht ist, bleibt allerdings Schatten nicht aus: So lassen sich die Taschen-Transformer in der Regel nur zweihändig bedienen. Auch macht sich die Kombination aus großem Touch-Bildschirm und gesonderten QWERTZ-Tasten nicht selten in höherem Gewicht und relativ kurzen Akkulaufzeiten bemerkbar. Was man darüber hinaus bei aktuellen Smartphones dieser Kategorie geboten bekommt, zeigt nachfolgend unsere Übersicht.


Wer grundsätzlich weniger Wert auf hochauflösende Displays und Touchscreen-Bedienung legt, dafür kompakte Formen, längere Ladeintervalle und mindestens ebenso gute Schreibeigenschaften erwartet, ist mit einem barrenförmigen QWERTZ-Handy oder Smartphone im BlackBerry-Stil womöglich besser beraten.

Weiter auf Seite 2: QWERTZ-Barren - Smartphones und Handys im BlackBerry-Stil

Geräte dieser Typklasse eignen sich insbesondere als mobiler Büroersatz oder Utensil für die schnelle Kommunikation in sozialen Netzwerken und sind dabei auch einhändig bequem bedienbar. Nutzer, die bereits mit numerischen Handy-Tastaturen gut zurecht gekommen sind, werden sich daher kaum umstellen müssen, erhalten aber die Vorzüge der QWERTZ-Anordnung. Zwar sind die einzelnen Buchstaben aufgrund bauartbedingter Größenbeschränkungen deutlich kleiner als etwa bei Slider-Modellen, Wölbungen an der Oberseite und fühlbare Zwischenräume sorgen dennoch für präzise Druckpunkte.

Kleines Display, Touchscreen die Ausnahme

Eine der absoluten Schwachpunkte des Barren-Formats ist hingegen die knappe und oft grobauflösende Anzeigefläche des Displays; Ausflüge ins Web werden so schnell zur augenstrapazierenden Scroll- und Zoom-Orgie. Auch das Navigieren auf Internetseiten gestaltet sich recht mühsam, da mangels Touchscreen meist ein klassisches Steuerkreuz oder optisches Trackpad zum Einsatz kommt. Wer reale Tasten schätzt, aber regelmäßig mobil im Internet surft, sollte daher den "Slidern" den Vorzug geben. Für SMS, Office, E-Mail oder ähnliche Anwendungen sind die QWERTZ-Barren demgegenüber durchaus eine gute Alternative zu den meist teureren Slidern.

Bis auf den kanadischen BlackBerry-Altmeister RIM, Weltmarktführer Nokia und die Südkoreaner von LG scheinen die meisten Hersteller aber nur noch wenig Interesse an der kompakten Barren-Bauform zu zeigen - insbesondere im boomenden Smartphone-Segment. Neuerscheinungen sind dementsprechend rar und betreffen eher die unteren beziehungsweise mittleren Preisklassen. Die neueste Technik darf man also nicht unbedingt voraussetzen; ein solides Arbeitsgerät ohne überflüssigen Schnickschnack allerdings schon.

(Christian Wolf)

Kommentieren Community
Weitere Infos zum Thema
Zum Seitenanfang