Security

Trojaner in E-Mails aus dem "Weißen Haus"

Weihnachtsgrüße vom US-Präsidenten? In vermeintlich vom Weißen Haus versandten E-Mails verbarg sich ein tückischer Trojaner, der persönliche Daten zu einem Server in Weißrussland sendete.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Eine böse Überraschung haben nach Angaben von IT-Experten die Empfänger einer E-Mail erlebt, die ihnen Weihnachtsgrüße aus dem Weißen Haus vorgaukelte. Die vermeintliche Grußbotschaft der US-Regierung enthielt zwei Links, gefolgt von den Zeilen "Merry Christmas! Executive Office of the President of the United States".

Trojaner aus dem Umkreis des Botnets ZeuS?

Wer in der E-Mail auf einen der Links klickte und die dort angebotene Datei öffnete, infizierte sich mit einem Trojaner - einer Schadsoftware, die nach Angaben des Sicherheitsexperten Brian Krebs auf dem Computer des Empfängers persönliche Daten wie Passwörter ausspionierte und zu einem Server in Weißrussland übertrug.

Die E-Mail-Attacke ist nach Vermutungen des Experten das Werk von Kriminellen aus dem Umkreis des Botnets ZeuS. Ein Botnet ist ein Verbund von infizierten Rechnern, die meist ohne Wissen ihrer Besitzer ferngesteuert zu Angriffen auf andere Computer missbraucht werden. Das ZeuS-Botnet hat im vergangenen Jahr mit der Verbreitung von Schadsoftware und dem Diebstahl von finanziell sensiblen Daten Schlagzeilen gemacht. Opfer des Weihnachtskartenangriffs waren nach Informationen von Krebs vor allem Mitarbeiter von Behörden.

Internetsurfer sollten bei der Nutzung des weltweiten Netzes und beim Öffnen von E-Mails einige grundlegende Sicherheitsregeln beachten. Onlinekosten.de hat in einem eigenen Hintergrundbereich dazu Tipps zum Schutz des eigenen PCs zusammengestellt.

(Jörg Schamberg)

Quelle: DPA

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