News

TeliaSonera: LTE-Offensive in Nordeuropa gestartet

Der Mobilfunkprovider TeliaSonera hat einen massiven Ausbau von LTE in Schweden und Norwegen angekündigt. Die Netztechnik liefern Ericsson und Nokia Siemens Networks.

SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com
Der Mobilfunkanbieter TeliaSonera hat im Dezember die weltweit ersten LTE-Netze in Schweden und Norwegen in Betrieb genommen. Auch in diesem und im kommendem Jahr soll der Ausbau in beiden Ländern zügig weitergehen. Den Zuschlag dafür haben nun die Netzausrüster Ericsson und Nokia Siemens Networks erhalten. Die Unternehmen wurden von TeliaSonera beauftragt, die LTE-Infrastruktur auch landesweit zu installieren.

LTE für 29 große Städte

Der Provider verfügt derzeit in Schweden, Norwegen und Finnland über Länderlizenzen für LTE-Funkfrequenzen. Im Laufe dieses Jahres sollen die 25 größten schwedischen und vier größten norwegischen Städte mit eigenen LTE-Netzen versorgt werden. Ericsson ist dabei als alleiniger Ausrüster für das LTE-Vermittlungsnetz in den nordeuropäischen sowie baltischen Staaten vorgesehen. Der Aufbau der Funkzugangstechnik erfolgt hingegen in Zusammenarbeit mit Nokia Siemens Networks. "Da die Nutzerzahlen mobiler Breitbanddienste in den nordeuropäischen Staaten explodieren, benötigen die Verbraucher höhere Geschwindigkeiten und mehr Netzkapazität. Ericsson und Nokia Siemens Networks liefern hochqualitative Technologien und haben zugleich wettbewerbsfähige Angebote vorgelegt", begründetet TeliaSonera-Vorstand Lars Klasson die Wahl der Unternehmen.

In Deutschland bleibt LTE vorerst weiterhin in der Testphase. Zukünftig soll der UMTS-Nachfolger aber auch hier eine größere Rolle spielen. So hat etwa die Deutsche Telekom in ihrer DSL-Ausbaustrategie 2010 angekündigt, in unterversorgten Gebieten einen Einsatz von Mobilfunklösungen zu prüfen. Mobiles Internet über LTE gilt aufgrund wesentlich höherer Bandbreiten im Vergleich zu UMTS als nahezu gleichwertige DSL-Alternative. Die entsprechenden Funkfrequenzen sollen noch im ersten Quartal dieses Jahres von der Bundesnetzagentur versteigert werden.

(Christian Wolf)

Kommentieren Community
Weitere Infos zum Thema
Zum Seitenanfang