Finanzierung von Lehrstuhl an der TU Dresden

Telekom verstärkt 5G-Forschung in Sachsen

Die Deutsche Telekom investiert weiter in die 5G-Forschung. Der Bonner Konzern ist nun Partner des 5G Lab Germany und finanziert einen Lehrstuhl für Kommunikationsnetze an der TU Dresden.

DresdenIn Dresden wird intensiv am kommenden Mobilfunkstandard 5G geforscht.© steschum / Fotolia.com

Bonn – Das Bundesland Sachsen entwickelt sich zum Zentrum der deutschen 5G-Forschung. Die Deutsche Telekom (www.t-mobile.de) ist neuer Industriepartner des 5G Lab Germany an der TU Dresden. Außerdem finanziert der Bonner Konzern künftig den bestehenden Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der Technischen Universität Dresden. In Leipzig lässt die Telekom zudem an der konzerneigenen Hochschule zum neuen Mobilfunkstandard der fünften Generation forschen.

Telekom finanziert Lehrstuhl für Kommunikationsnetze an der TU Dresden

"Indem die Deutsche Telekom und die Technische Universität Dresden enger zusammenrücken, entstehen nützliche Synergien für beide Seiten und eine starke Partnerschaft, die der weltweiten 5G-Entwicklung gut tut", erklärte Telekom-Technikchef Bruno Jacobfeuerborn. Inhaber des nun von dem Telekommunikationsanbieter finanzierten "Deutsche Telekom Lehrstuhl für Kommunikationsnetze" ist Professor Frank Fitzek. Der Lehrstuhl forscht an der Weiterentwicklung des Mobilfunks, der Netze und der Cloud. Dabei werde auf eine enge Zusammenarbeit mit der Telekom gesetzt. Ausstattung und Infrastruktur für die Professur werden von der TU Dresden gestellt.

Professor Fitzek zeigt sich erfreut: "Durch die starke Partnerschaft mit der Deutschen Telekom und der Technische Universität Dresden können gemeinsame Forschungsarbeiten im Bereich der 5G Kommunikationsnetze schneller in der Praxis erprobt und eingesetzt werden." Fitzek ist auch einer der Koordinatoren des 5G Lab Germany, das ein interdisziplinäres Team von 22 Professoren und rund 600 Mitarbeitern zusammenbringt. Mehr als 50 Partner, darunter Vodafone, Ericsson, Nokia und Alcatel-Lucent, unterstützen das 5G Lab Germany, das Schlüsseltechnologien für den kommenden 5G-Standard erforschen und bereitstellen soll.

5G-Forschung auch in Leipzig

Im vergangenen Monat hatte die Telekom den Hochschullehrer Michael Einhaus vorgestellt, der an der von dem Bonner Konzern getragenen Hochschule für Telekommunikation Leipzig für das Fachgebiet Mobile Kommunikation tätig ist. Einhaus soll sich bei seiner Forschung nach Unternehmensangaben auf Mehrantennen-Übertragungstechniken und die Optimierung der Funkschnittstelle von heterogenen 5G-Mobilfunksystemen konzentrieren.

Bei der aus 87 Telekommunikations- und Forschungsunternehmen bestehenden Allianz "Next Generation Mobile Netwerks" (NGMN) hat die Telekom den Vorsitz. Ziele sind die Entwicklung des Kommunikationsstandards 5G und die Unterstützung der beschleunigten Entwicklung von LTE-Advanced.

Jörg Schamberg

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