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Telekom testet Internet über Rundfunkfrequenzen

In Brandenburg wird in einem Pilotprojekt europaweit erstmals der Internetzugang über Rundfunkfrequenzen getestet. Ländliche Regionen könnten auf diesem Wege auch mit schnellem Internet versorgt werden.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG
Internetnutzer in ländlichen Regionen können auf eine schnellere Verbindung ins weltweite Netz hoffen. In Brandenburg wird nach Angaben der Deutschen Telekom europaweit erstmals ein Internetzugang über Rundfunkfrequenzen getestet.

Breitband auch für´s Land

So könnten auch Regionen erreicht werden, in denen Internet bislang nur in niedriger Geschwindigkeit zu empfangen ist, erklärte Telekomsprecher Georg von Wagner am Montag in Berlin. Für das Pilotprojekt der Telekom und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg sollen im nordbrandenburgischen Wittstock 100 Empfangsgeräte verteilt werden.

Freie Fernsehfrequenzen für das Internet nutzen

Bisher habe das öffentlich-rechtliche Fernsehen die Rundfunkfrequenzen genutzt, sagte von Wagner. Seit das Fernsehprogramm aber vermehrt digital gesendet werde, seien die Frequenzen nicht mehr ausgelastet. Wegen ihrer großen Reichweite könne man sie gut für Internetzugänge nutzen. Das Pilotprojekt in Wittstock/Dosse ist für ein Jahr angesetzt.

Die Nutzung der Frequenzen, der sogenannten digitalen Dividende, ist jedoch nicht unumstritten. Die Rundfunkanstalten wollen die freien Frequenzen nicht abtreten, die Internetprovider beanspruchen sie dagegen für sich.

(Jörg Schamberg)

Quelle: DPA

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