Digitalisierung

Telekom-Chef Höttges sieht Chancen in Digitalisierung: "Die digitale Revolution läuft"

Telekom-Chef Timotheus Höttges spricht sich in einem Kommentar zur Digitalisierung für die Gestaltung und die offene Diskussion der anstehenden technischen Veränderungen aus. Die Telekom sei dabei ein Treiber der Digitalisierung, die neue digitale Welt sei längst da.

Timotheus HöttgesTelekom-Chef Höttges plädiert für eine offene Diskussion zu Chancen und Risiken der Digitalisierung.© Deutsche Telekom AG

Bonn – Die Welt ist im Umbruch, der technische Fortschritt beschleunigt sich immer mehr und bringt Umwälzungen in allen Lebensbereichen. Selbstfahrende Autos, Smart Home und Roboter als Pflegehelfer: "Die digitale Revolution läuft" erklärte Timotheus Höttges, Chef der Deutschen Telekom (www.telekom.de/dsl), in einem Kommentar des Telekom-Managements zur Digitalisierung. Viele Menschen hätten Sorgen vor den anstehenden Veränderungen. Dabei gehe es um die digitalen Urängste einer analogen Welt. Doch neben Herausforderungen und Risiken böten sich auch Chancen durch die Digitalisierung: "Die Tür zuhalten ist keine Option. Die neue digitale Welt ist längst da", so Höttges.

Telekom als Treiber der Digitalisierung

Die Telekom sieht der Vorstandsvorsitzende des Bonner Konzerns als einen der Treiber der Digitalisierung. Das Unternehmen baue das Netz aus, setze auf Cloud-Dienste und habe viele kleinere und größere Partnerschaften geschlossen. Bei der Digitalisierung gehe es aber auch um digitale Verantwortung: Welche Risiken und Folgen haben die Entwicklungen. Höttges plädiert hier für eine offene Diskussion. "Digitale Verantwortung können wir nur gemeinsam erarbeiten", sagt der Telekom-Chef.

Internet der kurzen Wege

Höttges macht sich zudem stark für das "Internet der kurzen Wege". Konkret fordert der Telekom-Manager: "Daten dürfen beim Transport durch das Internet keine Umwege durch andere Rechtsräume nehmen." Im Rahmen von Big Data dürfe es nur Sammlungen und Auswertungen von anonymisierten oder pseudonymisierten Daten geben. Immerhin hätte sich die EU-Institutionen nach über drei Jahren auf eine "Europäische Datenschutzgrundverordnung" einigen können.

Doch Höttges sieht noch viele offene Fragen im Zuge der Digitalisierung. Darf ein Computer Vorschriften machen, beispielsweise bei Gesundheitsfragen? In diesem Bereich würden wir der Zukunft noch entgegen schwanken. "Oft gibt es nicht die eine Antwort. Oder die Antwort verändert sich mit dem technischen Fortschritt", erläutert Höttges.

Digitalisierung durch "Kennenlernen gestalten"

Die Telekom wolle die Digitalisierung durch "Kennenlernen gestalten". Daher werde der Bonner Konzern das ganze Jahr hinweg immer wieder Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zu diesem Thema zu Wort kommen lassen – sowohl über die Telekom-Webseite als auch über Social Media. Die Telekom-Vorstandsmitglieder selbst wollen sich als Fragesteller beteiligen: "Sollen Roboter uns pflegen?", "Machen schlaue Handies dumm?", "Sind Elektronengehirne die besseren Chefs?" .

Höttges: "Die Digitalisierung kann und wird neuen Wohlstand schaffen"

Dem Telekom-Chef gehe es vor allem um den Abbau von Ängsten vor Veränderungen. "Wir sind kein Spielball. Die Digitalisierung kann und wird neuen Wohlstand schaffen", zeigt sich Höttges überzeugt. Allerdings müssen mit Blick auf die Dominanz amerikanischer und asiatischer Konzerne jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Jörg Schamberg

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