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Telekom bietet für Kabelnetzbetreiber Primacom

Einem Bericht der "Financial Times Dutschland" zufolge hat die Telekom zwischen 250 und 280 Millionen Euro für den Kabelanbieter Primacom geboten.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom ist nach Informationen der "Financial Times Deutschland" weiter an der Übernahme des Kabelnetzbetreibers Primacom interessiert. Der Dax-Konzern gehöre zu mindestens vier Interessenten, die Ende Juli Gebote für den Betreiber Primacom abgegeben hätten, berichtet die Zeitung (Dienstag) unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Telekom wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Schon Ende Mai hatte es entsprechende Gerüchte gegeben.

Es wird diskutiert

Zu den weiteren Bietern gehören dem Bericht zufolge der Investor Star Capital Partners, DTK Deutsche Telekabel sowie ein weiterer unbekannter Finanzinvestor. Star Capital besitze bereits den deutschen Kabelnetzbetreiber Pepcom. Branchenkreisen zufolge dürfte sich die Telekom Primacom anschauen.

Der deutsche Kabelnetzbetreiber gehört laut Zeitung über die luxemburgischen Gesellschaften Medford und Perseus den Hedge-Fonds Alcentra Europe, Avenue Capital und Tennenbaum Capital Partners sowie der Bank ING. Die ehemaligen Gläubiger hätten das Unternehmen nach einem Machtkampf mit den damaligen Besitzern im Jahr 2010 übernommen. "Wir sind dabei, mit verschiedenen Parteien zu diskutieren", sagte Wolf Waschkuhn, Geschäftsführer der Holdings Medford und Perseus, der Zeitung.

Das Gebot muss stimmen - dann wird verkauft

Dem Bericht zufolge hat die Telekom zwischen 250 und 280 Millionen Euro geboten. Dies sei einer der höchsten Preise. Die letzten öffentlichen Daten von Primacom stammten aus dem Jahr 2010. Damals habe das Unternehmen bei einem Jahresumsatz von 108 Millionen Euro ein konsolidiertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von knapp 28 Millionen Euro erwirtschaftet. Derzeit liege diese Marke im "mittleren 30-Millionen-Bereich", so ein informierter Manager. Die Primacom-Eigner betrachteten die Runde keineswegs nur als Markttest, sondern wollten verkaufen, sollten die Gebote hoch genug ausfallen. "Das ist mehr, als nur die Füße ins Wasser zu halten", sagte Gesellschaftervertreter Waschkuhn.

(Hayo Lücke)

Quelle: DPA

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