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T-Mobile USA strebt die nächste Fusion an

Die Deutsche Telekom könnte kurz vor der Lösung eines ihrer drängendsten Probleme stehen: Sie strebt an, ihre Mobilfunk-Tochter T-Mobile USA mit dem örtlichen Rivalen MetroPCS zu fusionieren.

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Die Deutsche Telekom könnte kurz vor der Lösung eines ihrer drängendsten Probleme stehen: Sie strebt an, ihre Mobilfunk-Tochter T-Mobile USA mit dem örtlichen Rivalen MetroPCS zu fusionieren. Zusammen könnten die Firmen die hohen Kosten für den Ausbau des schnellen Mobilfunk-Netzes leichter schultern.

Telekom will die Mehrheit halten

"Die Deutsche Telekom führt mit der börsennotierten amerikanischen Mobilfunk-Gesellschaft MetroPCS Gespräche mit dem Ziel, die Tochtergesellschaft T-Mobile USA und die MetroPCS in einer Gesellschaft zusammen zu führen, an der die Deutsche Telekom die Mehrheit der Anteile halten würde", erklärten die Bonner am Dienstag.

Es ist den Angaben zufolge allerdings noch unklar, ob tatsächlich ein Geschäft zustande kommt. Die Verträge seien nicht unterschrieben, wesentliche Fragestellungen seien noch nicht abschließend geklärt, hieß es. "Daher liegen auch die für eine solche Transaktion notwendigen Gremienbeschlüsse des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Deutschen Telekom nicht vor."

Zuvor hatte die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet, eine Einigung sei in greifbarer Nähe. Der Telekom-Aufsichtsrat wollte demnach auf einer Sitzung im Laufe des Tages grünes Licht geben. Am Mittwoch könnte das Geschäft dann verkündet werden, hieß es.

Gerüchte gab es schon im Mai

Die Telekom-Aktien legten am Dienstagnachmittag um 2 Prozent zu, MetroPCS schoss an der New Yorker Börse sogar um 19 Prozent hoch. Da niemand auf einen solchen Deal gehofft habe, wäre dies positiv, kommentierte ein Händler die Spekulationen. Das letzte Mal hatte es im Mai Gerüchte gegeben, T-Mobile USA und die kleinere MetroPCS könnten zusammengehen.

Die Telekom war im Dezember mit ihrem Versuch gescheitert, T-Mobile USA an den US-Branchenriesen AT&T zu verkaufen. Die US-Wettbewerbshüter hatten Einspruch gegen das 39 Milliarden Dollar schwere Geschäft erhoben, weil sie Nachteile für die Kunden fürchteten. T-Mobile USA ist der viertgrößte Mobilfunker des Landes, leidet aber unter einem Kundenschwund, unter anderem weil das Unternehmen das Kulthandy Apple iPhone nicht im Angebot hat. Zudem ist ein teurer Netzausbau nötig, um mit den steigenden Datenmengen der Smartphones mitzuhalten.

In den vergangenen Tagen und Wochen war Bewegung in T-Mobile USA gekommen: Seit Mitte September regiert mit John Legere ein neuer Chef. Am Freitag hatte die Telekom dann bekanntgegeben, 7.200 Mobilfunk-Türme in den USA zu verkaufen oder zu vermieten, was 2,4 Milliarden Dollar einbringt. Der für die Funktechnik nötige Platz auf den Masten wird anschließend zurückgemietet.

(Hayo Lücke)

Quelle: DPA

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