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Super AMOLED - Samsungs neue Display-Technik

Durch den Verzicht auf eine zusätzliche Glasschicht und das dadurch wegfallende Luftpolster werden noch kräftigere Farben und weniger Reflexionen auf dem Handydisplay ermöglicht.

Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Wolkenloser Himmel, Sonnenschein pur, das Thermometer zeigt 30 Grad Celsius. Das klingt nach Sommer und wird im Laufe der nächsten Wochen auch in Deutschland wohl wieder zur Normalität werden. Doch während sich die einen über das schöne Wetter freuen, haben die anderen auch etwas dran auszusetzen. Das Handydisplay ist durch die starke Sonneneinstrahlung nicht mehr oder nur noch schlecht ablesbar. Statt mobilen Internetseiten, SMS-Inhalten oder Adressbuch spiegelt sich in den meisten Fällen das eigene Gesicht im Handydisplay. Samsung will Abhilfe schaffen. Der Heilsbringer soll die neue Display-Technologie Super AMOLED sein, die hierzulande erstmals mit dem seit Kurzem erhältlichen Smartphone Samsung Wave ausgeliefert wird.

Von AMOLED zu Super AMOLED

Rückblick: was liefert die AMOLED-Technologie von Samsung überhaupt? Der südkoreanische Elektronikkonzern verspricht ein Kontrastverhältnis von 10.000:1 und eine gegenüber klassischen TFT-Displays um bis zu 40 Prozent höhere Farbbrillanz. Außerdem wird auf eine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung verzichtet. Stattdessen sorgt eine dünne Schicht einzeln leuchtender Dioden für das Erleuchten des Handy-Displays.

Doch all das hat Samsung noch nicht gereicht. Um die Nutzung von Touch-Displays weiter zu verbessern, wird bei Super AMOLED-Bildschirmen der Touch-Sensor direkt auf das AMOLED-Glas gelegt. Bisher war eine zusätzliche Glasschicht inklusive weiterem Luftpolster notwendig, damit der Touchscreen seinen Dienst verrichten konnte. Der nun eingeleitete Verzicht sorgt für eine noch flachere Bauweise und hat gleichzeitig zur Folge, dass die Lichtdurchlässigkeit von bisher 80 auf nun 97 Prozent gesteigert wurde. Praktischer Nebeneffekt: der Energieverbrauch wird dadurch reduziert. Außerdem wurden laut Samsung durch den geringeren Abstand zwischen eigentlichem Display und Touchscreen die Reflektionen minimiert.

Super AMOLED wird noch erweitert

Zunächst wird es die Super AMOLED-Displays nur in der Oberklasse von Samsung-Telefonen geben. Zum Beispiel in den Modellen Wave und Galaxy S. Langfristig ist aber auch denkbar, dass die Displays in Mittelklasse-Telefonen der Südkoreaner und sogar in Handys von Wettbewerbern verbaut werden, wie Product Managerin Alexandra Zaddach kürzlich in Lissabon sagte. Außerdem kündigte Zaddach an, dass bei der Entwicklung neuer Display-Technologien das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sei. Vermutlich schon im Jahr 2011 wird Samsung die Super AMOLEDs noch einmal verbessern.

(Hayo Lücke)

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