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Studie: Deutsche sehen IT-Einsatz in Verwaltung und Bildung positiv

Der zunehmende digitale Wandel in Deutschland wird laut einer GfK-Studie im Auftrag von Microsoft von der Mehrheit der Bürger begrüßt. Vielfach fehlten aber noch technische Standards, auch E-Government ist vielen Bürgern noch nicht bekannt.

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Die Menschen in Deutschland stehen dem digitalen Wandel in Bildung und Verwaltung laut einer Studie zunehmend positiv gegenüber. Je mehr die Bürger moderne Informationstechnologie selbst nutzten, umso mehr seien sie auch von den Potenzialen der IT für alle gesellschaftlichen Lebensbereiche überzeugt. Das ist Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die der Softwarehersteller Microsoft gemeinsam mit der Gesellschaft für Konsumforschung GfK durchgeführt hat. In vielen Fällen fehlten aber noch technische Standards, um das Potenzial tatsächlich auszuschöpfen, sagte Microsoft-Managerin Marianne Janik der Nachrichtenagentur dpa.

E-Government vielen Bürgern noch unbekannt

Knapp 80 Prozent der an der Umfrage beteiligten Bürger nutzten das Internet mindestens einmal in der Woche. Rund zwei Drittel (65 Prozent) erhofften sich vor allem Erleichterungen bei Behördengängen durch das Netz. "Auf kommunaler Ebene findet bereits viel statt", sagte Janik. "Bei den Bürgern sind die Angebote aber oftmals gar nicht bekannt." Deshalb würden sie auch nur vergleichsweise wenig genutzt.

Vielfach gebe es auch noch keine "Ende-zu-Ende-Kette" in der Verwaltung, so dass Medienbrüche entstünden. "Dort müssen Dokumente zum Beispiel noch ausgedruckt oder unterschrieben werden." Vielfach fehle es an gemeinsamen Standards. "Hier ist auch der politische Wille nötig, um die digitale Kette über die föderalen Ländergrenzen hinweg zu schließen."

IT-Einsatz in der Bildung

Über die Hälfte der Befragten (57 Prozent) erhoffen sich demnach auch für die Bildung durch moderne Informationstechnik eine Antwort etwa auf den Fachkräftemangel. "In Deutschland wird bereits relativ viel Geld für IT in Bildung und Ausbildung investiert", sagte Janik. Die Ergebnisse seien aber nicht immer unbedingt die, die man in Relation zu den Mitteln erwarten könne. Auch hier könnten technische Standards etwa in Kooperation mit Schulbuchverlagen helfen, Kosten zu sparen. "Das Interesse ist da", sagte Janik. Es gebe eine breite Mehrheit von Befürwortern, mehr Medienkompetenz in die Schulen zu bringen.

Für die Ergebnisse hat die GfK im September über 1.000 Erwachsene zu ihrer Meinung über die Rolle moderner Informationstechnologie beim Wandel zur digitalen Gesellschaft befragt.

(Jörg Schamberg)

Quelle: DPA

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