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Studie: 2020 Hälfte des Fernsehkonsums on demand

Wie die Marktforschungsfirma Booz & Company prognostiziert, teilt sich der Fernsehkonsum bis 2020 in 50 Prozent On-Demand-Angebote und 50 Prozent klassisches, lineares TV.

Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Neue Techniken hin, neue Techniken her: Der große Teil der Zuschauer wird auch in Zukunft das Fernsehprogramm auf einem klassischen Fernseher und nicht auf dem Smartphone oder Tablet-PC konsumieren. Das geht aus einer Studie der Marktforschungsfirma Booz & Company (Düsseldorf) hervor, die am Mittwoch bei den Münchner Medientagen vorgestellt wurde.

Fernseher bleibt Top-Empfangsgerät

Demnach werden derzeit 95 Prozent aller Filmbeiträge, die Menschen den lieben langen Tag konsumieren, auf dem großen Bildschirm im heimischen Wohnzimmer angeschaut. Im Jahr 2020, so fanden die Forscher auf der Grundlage von Expertengesprächen heraus, beträgt die Quote immer noch 80 Prozent. Zwar sollen Geräte wie PCs, Handys und Tablets für Fernsehinhalte Wachstumsraten von 33 bis 50 Prozent aufweisen, dieser Anstieg finde aber "weitgehend nicht zu Lasten, sondern zusätzlich zum herkömmlichen Fernsehen" statt.

Die Nutzung weiterer Bewegtbildangebote wie Internet-TV, Videoportale (zum Beispiel YouTube) und Mediatheken nehme zwar ständig zu, ebenso wie die Überschneidungen mit dem herkömmlichen "linearen TV". Dieses werde aber auch künftig bei großen Ereignissen wie dem Sport, großen Filmen und den Shows dominieren, während der Konserven-Konsum verstärkt über neue Verbreitungswege laufe.

Gegen 2020 soll der Fernsehkonsum dann nur noch zu 50 Prozent aus dem traditionellen linearen Fernsehprogramm bestehen, die andere Hälfte wird auf Video on Demand fallen. Ein bequem von der Couch aus erreichbares und kostengünstiges On-Demand-Angebot erwartet Thomas Künstner von Booz & Company aber "nicht vor Mitte dieses Jahrzehnts".

(Saskia Brintrup)

Quelle: DPA

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