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Speedmanager im Test

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com
Mit neuen Tarifen locken die DSL-Anbieter und stellen besonders den Aspekt heraus, dass die Kunden nur für das zahlen, was sie auch erhalten. Den Nachteil verschweigen sie allerdings oft: Mit hohen Bandbreiten ist es recht leicht, große Datenmengen in kurzer Zeit zu laden und so das Freivolumen aufzuzehren. Wer hier nicht aufpasst, tappt schnell in eine Kostenfalle - schließlich wird dann pro Megabyte abgerechnet.

Kunden haben oft keinen Überblick

Die Kunden werden hier noch oft allein gelassen oder nur mit ungenügenden Angeboten abgespeist - schließlich ist jede Volumensüberschreitung gewinnbringend. Die Lösung sind jedoch Speedmanager, die die Kunden nutzen können, um jederzeit einen Überblick über die anfallende Datenmenge und andere verbindungsspezifische Daten zu haben.

Doch dienen die meisten Programme auch Anwendern ohne festgesteckte Volumengrenzen: Mit Darstellungen der Übertragungsrate und Warnungen bei einer niedrigen Übertragungsrate wird ihnen geholfen, die Leitung auszulasten. Beide Anwendergruppen haben bei einigen Programmen die Möglichkeit, ihre Verbindungsdetails in tabellarischer und grafischer Form einzusehen.

So haben wir getestet

Im Test befinden sich die Programme "Down2Home" von 'Just In Time Freeware Applications', "Ativa Pro Net Meter" von Software Solutions, "Bandwidth Monitor" von Idyle Software und der "T-DSL SpeedManager" von T-Online. Die Programme wurden hinsichtlich ihrer Anzeigen und den Statistiken, ihrer Nützlichkeit bei der Ermittlung des Datenvolumens sowie der mitgelieferten Extras überprüft.

Abschließend können Sie eine Übersicht aller Programme inklusive Preis und Link zum Hersteller finden, begleitend dazu die Funktionsübersicht, die Sie bei der Entscheidung zwischen den Programmen unterstützen soll.

Down2Home

"Down2Home" kommt von Just In Time Freeware Applications und kostet den Anwender demnach nichts. Die Installationsdatei ist 2,03 MB groß. Nach dem Programmstart findet sich in der Trayleiste (der Bereich neben der Systemuhr) ein kleines Icon, das leider nicht anzeigt, ob gerade etwas hoch- oder runtergeladen wird.

Anzeigen: Ein kleines Hauptfenster enthält zwei Graphen, die den Down- und Upstream anzeigen. Daneben kann man einsehen, wie viel Daten während der aktuellen Programmlaufzeit empfangen und gesendet wurden. Diese Werte werden leider nicht nach einem Neustart des Programmes wiederhergestellt, angezeigt werden nur die die aktuellen Werte. Daneben findet sich der Durchschnittswert von Downstream und Upstream, der Gesamtwert steht im Titel des Fensters.

Datenvolumen: Das Programm soll auch in einer Datenbank Statistiken über das übertragene Volumen speichern, leider stürzte das Programm beim Aufruf dieser Funktion ab, daher wird sie hier nicht berücksichtigt. Das Programm bietet auch die Möglichkeit, ein Limit zu definieren. Im Hauptfenster wird dann auf Wunsch das verbleibende Volumen angezeigt, leider fehlt hier jegliche Benachrichtigung oder Aktion, die bei Überschreitung des gesetzten Limits ausgeführt wird.

Extras: Ermöglicht wird, die gesicherten Volumen-Daten als CSV-Dateien zu exportieren. Dies ist ein Format, das die meisten Datenbank-Anwendungen lesen können.

Fazit: Down2Home bietet dem Anwender die wichtigsten Funktionen an, ist jedoch noch nicht ganz fehlerfrei. Überzeugen kann das Programm allenfalls als gute Alternative zum T-DSL SpeedManager. Wenn der Entwickler jedoch weitere Möglichkeiten zur Anpassung des Graphen bieten und eine bessere Kontrolle über das angefallene Volumen ermöglichen würde, könnte das Programm eine interessante und schlanke Alternative zu der hier getesteten Shareware sein.

Ativa Pro Net Meter

Das "Net Meter" wird von einer 1,11 MB große Installationsdatei installiert und kann für zehn Tage kostenfrei getestet werden. Danach muss es für knapp 17 US-Dollar registriert werden. Nach dem Programmstart erwartet den Anwender ein großes Fenster, das zahlreiche Informationen enthält.

Anzeigen: Dieses ist in mehrere Sektionen aufgeteilt. Im Hauptbereich kann man zwischen mehreren Informationsseiten zur aktuellen Verbindung umschalten, darunter auch eine Übersicht des übertragenen Volumens und eine Anzeige der aktuellen Übertratungsrate, ähnlich Status-LEDs. Außerdem lässt sich ein Graph hinzuschalten, den der Anwender auch farblich anpassen kann, wobei ihm leider nur 16 Farben zur Auswahl stehen. Darunter kann man Verbindungsdetails einsehen. Alternativ zum Hauptfenster kann auch ein kleinerer Bandbreiten-Monitor gezeigt werden.

Datenvolumen: Das Programm ermöglicht leider keine Kontrolle bei einem überschrittenem Datenvolumen. Zwar kann das Volumen in den sehr übersichtlichen und ausführlichen Statistiken eingesehen werden, jedoch fehlt jegliche Möglichkeit, eine Beschränkung einzustellen. Dafür gibt es für Viel-Downloader den Hinweis bei einer unterschrittenem Volumen in einem festlegbarem Zeitraum. Leider eignet sich das Programm deshalb nicht für volumenbasierende Tarife.

Extras: Darüber hinaus kann der Anwender die Verbindungseinstellungen des Betriebsystemes optimieren, um einen möglichst hohen Datendurchsatz zu erreichen, die Systemzeit mit Zeitservern im Internet synchronisieren, leider nur ein einziges E-Mail-Postfach auf neue Nachrichten überprüfen und mit einem automatischen Ping eine Trennung durch den Provider verhindern. Die Statistiken des Programmes sind sehr umfangreich, so kann man sogar eine Übersicht über die Verbindungen nach Providern einsehen und eine Zusammenfassung erstellen lassen.

Fazit: Aktiva Pro ist für Nutzer mit großer Bandbreite ein gutes Programm mit netten Extras - allerdings nur, wenn man nicht auf einen Volumentarif angewiesen ist. Ansonsten bietet das Programm sehr gute Statistiken über die angefallene Datenmenge Bandbreite und einige sinnige Extras, die nicht zu den Hausmitteln jedes Windows gehören - so z.B. die Zeitsynchronisierung über das Internet, die erst mit Windows XP eingeführt wurde.

Bandwidth Monitor

Der "Bandwidth Monitor" der kanadischen Softwareschmiede Idyle Software kommt als zweisprachiges Programm: Gleich nach der Installation der 1,39 MB großen Datei kann man zwischen Englisch und Französisch wählen. Das Programm ist auf eine Laufzeit von dreißig Tagen begrenzt, wer es danach benutzen möchte, muss rund 20 US-Dollar zahlen. Nach dem Start findet sich ein Icon im System-Tray und ein Hauptfenster, das drei Seiten umfasst.

Anzeigen: Die ersten beiden Seiten des Fensters ermöglichen einen schnellen Blick auf die aktuelle Geschwindigkeit und das übertragene Volumen sowie deren zusammengezählte Werte in Textform. Die Anzeigen in dem Fenster haben stets nur zwei Farben, die man über Farbschemen definieren kann. Leider zeigt der Graph immer nur einen der (auswählbaren) Werte von den genannten Seiten an, dafür kann man seinen Intervall und den maximalen Wert selbst definieren. Ein Fenster namens "Details" zeigt tabellarisch weitere Werte der aktuellen Verbindungen an.

Datenvolumen: Mit Bandwidth Monitor ist es möglich, über das ein- und ausgehende sowie das insgesamt übertragene Volumen zu wachen. Dafür stehen viele Optionen zur Auswahl: Auf Wunsch warnt das Programm dann in einen festlegbarem Intervall per Dialogbox, spielt einen Ton ab, führt ein Programm aus oder fährt gleich den ganzen Computer herunter. Der Anwender kann mit der "History" das Volumen in einem definierbaren Zeitraum tabellarisch und grafisch einsehen.

Extras: Außer dem Tray-Icon, das in drei Stufen angepasst werden kann und zeigt, ob gerade Daten empfangen oder gesendet werden, enthält "Bandwidth Monitor" keine besonderen Extras.

Fazit: "Bandwidth Monitor" ist in diesem Test das einzige Programm, welches dem Anwender ermöglicht, bei einem überschrittenen Volumen bestimmte Aktionen auszuführen. So kann man z.B. bei der Hälfte des Volumens für sich selbst eine Warnung definieren. Mit der Möglichkeit, Programme auszuführen, wäre es auch möglich, die Verbindung dann direkt zu trennen. Ansonsten wartet das Programm mit einer leichten Bedienung und für die meisten Fälle ausreichenden Anpassungsmöglichkeiten auf. Dafür muss man auf Extras und umfangreichere Statistiken verzichten.

DU Meter

"DU Meter" von Hagel Technologies ist eine 30-Tage-Testversion und kostet den Anwender rund 20 US-Dollar. Nach dem Programmstart findet sich ein Graph mit zwei Textangaben, die über die aktuelle Geschwindigkeit des Down- und Upstreams informieren.

Anzeigen: Der Graph zeigt drei Werte an, nämlich die Geschwindigkeit der Downloads, der Uploads und die Kombination beider Werte. Eine horizontale Linie, die die maximale Geschwindigkeit anzeigt, kann wahlweise mit oder ohne Textinformation eingeblendet werden. Neben dem zeigt das Programm die Menge der übertragenen und gesendeten Daten sowie die Dauer der Verbindungen Sitzungen an. Diese Daten können in viele verschiedene Formate exportiert werden.

Datenvolumen: "DU Meter" ermöglicht dem Anwender ein Limit zu definieren. Nach dessen Überschreitung wird eine Benachrichtigung eingeblendet. Auf Wunsch kann "DU Meter" bei einer Unterschreitung einer defnierbaren Datenmenge in einem Zeitraum eine Nachricht einblenden, einen Sound abspielen, alle Internetverbindungen beenden oder den Computer runterfahren.

Extras: Mit der "Stopwatch" kann man einen Zeitraum stoppen und die angefallene Übertragungsrate einsehen, ansonsten sind die mannigfaltigen Optionen zur Anpassung des Fensters auffällig. Interessant ist auch eine Funktion, die immer, wenn eine definierbare Datenmenge übertragen wurde, einen Ton abspielt.

Fazit: "DU Meter" ist ein durchschnittliches Programm, welches sich im Vergleich mit anderen Programmen nicht messen kann, da diese in der gleichen Preislage weitaus bessere Statistiken und Anpassungsmöglichkeiten bieten. Falls die Verbindungsdaten allerdings später weiterverarbeitet werden sollen, können die umfangreichen Exportmöglichkeiten überzeugen.

T-DSL SpeedManager

Der "T-DSL SpeedManager" von T-Online ist kostenfrei und ist auf T-DSL in allen Varianten abgestimmt. Das Hauptfenster macht das auch deutlich: Hier kann der Anwender die aktuelle Geschwindigkeit auf einer Leiste mit der maximalen Übertragungsrate von Modem- und ISDN-Zugängen vergleichen. Daneben gibt es die Möglichkeit, nur die aktuellen Werte des Down- und Upstreams anzuzuzeigen.

Anzeigen: Alternativ zu dem Hauptfenster gibt es auch die Möglichkeit, die gleichen Informationen als Seitenleiste einzubinden. Ansonsten räumt der SpeedManager dem Anwender keine weiteren Darstellungsmöglichkeiten ein.

Datenvolumen: Im Fenster "Einstellungen" kann man die Aufzeichnung des Übertragungsvolumens aktivieren, die dann als HTML-Datei im Browser gezeigt werden können. Mit einem Button ist es möglich, die Daten manuell zu löschen. Die Daten werden nach Verbindungen und Monaten sortiert. Es gibt keine Möglichkeit, ein Limit festzulegen.

Extras: Dafür kann der Anwender den SpeedManager für eine Einzel- oder Mehrplatzumgebung konfigurieren und einen Verbindungstest unternehmen, der allerdings nicht hinter einem Router funktioniert. Eine Optimierung setzt verbindungsspefizische Werte des Betriebssystemes auf die besten Werte für T-DSL.

Fazit: Der SpeedManager bietet nur rudimentäre Funktionen an und optimiert die Daten des Betriebssystemes. Wer sein Betriebssystem optimieren möchte, sein anfallendes Volumen auch selber in Griff halten kann und obendrein nur die aktuelle Geschwindigkeit wissen möchte, kann den SpeedManager bedenkenlos nutzen.

Fazit

Auch in diesem Test bemerkt man wieder deutlich, dass die Programme eine gewisse Ausrichtung verfolgen und sich nicht für jeden Anbieter eignen. Die Anwender, die auf keine Volumentarife angewiesen sind, finden mit "Ativa Pro Net Meter" sicherlich ein gutes Rundum-Paket, das über den reinen Funktionswert hinausgeht und dem Anwender einige nützliche Extras mitliefert - das ist nach Ablauf der Testzeit allerdings kostenpflichtig.

Für den engen Geldbeutel bieten sich nur zwei Programme ein: Der bekannte SpeedManager von T-Online und "Down2Home". Der SpeedManager bietet nur die grundlegenden Funktionen an und kann sicherlich genutzt werden, um sich einer Geschwindigkeitsanzeige zu erfreuen, bietet allerdings keine umfangreichen Statistiken und speichert nicht, wie viele Daten insgesamt hoch- und runtergeladen wurden. Down2Home ist zwar im Grunde besser als der SpeedManager, überzeugt jedoch aufgrund eines Fehlers noch nicht.

Das Programm "Bandwidth Monitor" ist für Anwender mit einem volumenbasierenden ideal, da es im Test die besten Möglichkeiten, zu konfigurieren, was bei einer Überschreitung eines Download-Limits passieren soll, bietet. Wenn ein Anwender unter Umständen nicht genau kontrollieren kann, wie viel Daten während seinen Verbindungen anfallen, ist dies sicherlich von Vorteil. Die Statistiken sind bis auf die fehlende Anzeige der Dauer der Verbindungen besser als beim "DU Meter".

Dieses Programm richtet sich zwar nicht ausschließlich an Viel-Downloader, jedoch weist die fehlende Möglichkeit, neben dem Informationsfenster Aktionen bei einen überschrittenem Limit auszuführen. Ansonsten bietet das Programm eine gute Statistik, die sogar die Verbindungsdauer umfasst und in eine große Anzahl von Dateiformaten exportiert werden kann. Leider umfasst die Statistik keine grafische Anzeige.

Die Anbieter im Überblick

Die folgende Tabelle enthält alle Anbieter der vorgestellten Programme im Überblick. Anschließend finden Sie eine Übersicht mit ausgewählten Funktionen der einzelnen Programme.

Der Graph


Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, welche Informationen der Graph der Programme zeigt.

Das Volumen


Hier finden Sie die Übersicht über die angezeigten Informationen zum übertragenen Volumen.

Statistiken


Mit den Statistiken haben Sie eine Übersicht über alle angefallenen Verbindungsdaten, z.B. übertragenes Volumen, Dauer der Verbindung etc.

(Matthias-Emanuel Thömmes)

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