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Sony Ericsson: 8,1-Megapixel-Handy kommt

Der japanisch-schwedische Mobilfunkkonzern hat zu einem Rundumschlag ausgeholt. Gleich fünf neue Handys wurden in Singapur vorgestellt und vom Einsteiger- bis zum Businesshandy ist dieses Mal wahrlich alles dabei.

Smartphone© goodluz / Fotolia.com
Keine 24 Stunden nachdem Handy-Weltmarktführer Nokia zwei neue E-Series-Modelle vorgestellt hat, zieht einer der größten Wettbewerber nach. Sony Ericsson hat am Dienstag in Singapur zu einem Rundumschlag ausgeholt gleich fünf neue Handys vorgestellt. Vom Einsteiger- bis zum Business- und Entertainment-Handy hat Sony Ericsson dieses Mal praktisch alles aus dem Hut gezaubert, was möglich ist.

Sony Ericsson J132

Für Einsteiger beziehungsweise Wenignutzer wurde das Sony Ericsson J132 entwickelt. Das 103x45x15 Millimeter kleine und 76 Gramm leichte Telefon wird in den Farben Schwarz und Blau angeboten und ist mit einem 1,5 Zoll kleinen Bildschirm ausgestattet. Bei einer Auflösung von 128x128 Bildpunkten ist eine Darstellung von 65.536 Farben möglich.

Keine Extras

An nennenswerten Extras fehlt es nahezu komplett. So müssen Nutzer des J132 beispielsweise auf MP3-Player, Kamera oder Bluetooth-Schnittstelle verzichten. Immerhin ein RDS-Radio wurde integriert. Der Handyspeicher fällt mit vier Megabyte zwar klein aus, reicht aufgrund der fehlenden Extras aber absolut aus. Die Sprechzeit liegt nach Herstellerangaben bei neun Stunden, die Bereitschaftszeit bei bis zu 18 Tagen. Ein Organizer mit Kalender, Aufgaben-Planer, Stoppuhr, Countdown-Zähler, Rechner und Wecker rundet den spärlichen Umfang ab.

Mit einer Einführung des kleinen Einsteiger-Telefons ist nicht vor Beginn des vierten Quartals zu rechnen. Einen Preis hat Sony Ericsson noch nicht verraten. Etwas schmaler als das J132 fällt das ebenfalls als Einsteiger-Modell angepriesene K330 aus. Es misst 100 Millimeter in der Länge, 45 Millimeter und nur zwölf Millimeter in der Tiefe. Auf die Waage bringt das gold- beziehungsweise grün-schwarze Kompakthandy 75 Gramm.

Sony Ericsson K330

Durch das Menü des Dualband-Handys kann über ein 1,7 Zoll kleines Display navigiert werden. Bei einer Auflösung von 128x160 Bildpunkten ist die Darstellung von bis zu 65.536 Farben möglich. Die nutzbaren Extras halten sich aber auch bei diesem Modell in Grenzen. Neben einem Radio bietet das Telefon die gleichen Organizer-Funktionen wie das J132, kann zusätzlich aber mit einer Bluetooth-Schnittstelle und einer Digitalkamera aufwarten. Letztere bietet aber gerade einmal die Möglichkeit, Fotos mit einer maximalen Auflösung von 0,3 Pixel aufzunehmen. Trotzdem wird auch die Aufnahme von Videos unterstützt.

Eher durchschnittlich ist die Ausdauer des mitgelieferten Akkus zu bewerten. Er liefert Energie für bis zu sieben Stunden Sprech- und maximal zwölf Tage Bereitschaftszeit. Der interne Speicher des Handys bietet Platz für bis zu zehn Megabyte. Er ist nicht erweiterbar. Trotzdem soll er Platz für bis zu 250 Fotos beziehungsweise zwölf Minuten Video bieten.

Auslieferung startet schon im dritten Quartal

Einen Preis hat Sony Ericsson auch für dieses Modell nicht verraten. Verfügbar soll es bereits zwischen Juli und September sein. Wahlweise in Schwarz oder Weiß wird voraussichtlich im Laufe des vierten Quartals das Sliderhandy F305 angeboten, das als Spielehandy vermarktet wird. Über in integrierte Sensoren soll es möglich sein, das Handy als Controller für verschiedene Spielmöglichkeiten zu nutzen. Wie von Nintendos Wii-Konsole bekannt, zum Beispiel als Bowling-Kugel. Ergänzend dazu ist das Handy mit speziellen Gaming-Tasten ausgestattet.

Sony Ericsson F305

Die Abmessungen von 96x47x15 Millimeter fallen bei einem Gewicht von knapp 98 Kramm recht handlich aus. Trotzdem gehört das Kompakthandy noch zu den leichteren Modellen, die am Markt verfügbar sind. Das Display fällt verglichen mit den beiden Einsteigermodellen K330 und J132 recht groß aus. In der Diagonalen misst es zwei Zoll und erlaubt bei einer Auflösung von 176x220 Bildpunkten die Darstellung von 262.144 Farben.

Zu den weiteren Extras des F305 gehören eine Stereo-Bluetooth-Schnittstelle, ein USB-Port, der von Windows-Rechnern automatisch als Massenspeicher erkannt werden soll, ein umfangreicher Organizer sowie eine Zwei-Megapixel-Kamera. Für musikalische Unterhaltung sollen nicht nur die integrierten Stereo-Lautsprecher sorgen, sondern auch der MP3-Player sowie das Radio. Im Lieferumfang ist ein Stereo-Headset bereits inklusive.

Kein UMTS, aber EDGE

Der interne Speicher fällt für ein Handy dieser Klasse mit zehn Megabyte überraschend klein aus. Er ist aber über eine entsprechende Speicherkarte von Sony Ericsson allerdings erweiterbar. Nutzbar ist das F395 durch die in das Gehäuse integrierte Quadband-Antenne in allen GSM-Netzen weltweit. Für das Surfen im Internet kann auf den Datenbeschleuniger EDGE gesetzt werden. UMTS-Unterstützung fehlt allerdings. Ein Preis steht noch nicht fest. Ganz im Gegensatz zu der Akkulaufzeit. Die liegt laut Hersteller bei bis zu acht Stunden Sprech- und etwa zwölf Tagen Bereitschaftszeit. Ebenfalls als klassisches GSM-Telefon wird das neue Snapshot-Telefon C302 angeboten. Es funkt wie das Musikhandy F305 mit einer Quadband-Handy rund um den Erdball in GSM-Netzen, kann aber keine UMTS-Unterstützung bieten. Für beschleunigtes Surfen im Internet kann - sofern das genutzte Mobilfunknetz entsprechend ausgebaut wurde - auf EDGE zurückgegriffen werden. Ein integrierter HTML-Browser erlaubt das Surfen im Internet praktisch wie am heimischen PC.

Sony Ericsson S302 Snapshot

Herzstück ist die Zwei-Megapixel-Kamera mit 2,5-fachem Digitalzoom. Dazu gibt es ein Fotolicht und die Möglichkeit, Videos zu drehen. Der interne Speicher (20 Megabyte) ist über eine Speicherkarte erweiterbar. Allerdings ist die nicht im Lieferumfang enthalten, sondern muss optional zugekauft werden. Alle Fotos können auf Wunsch über die USB- oder Bluetooth-Schnittstelle auf einen PC übertragen werden. Alternativ ist die Stereo-Bluetooth-Funktion auch nutzbar, um kabellos Musik zu hören - passende Hardware vorausgesetzt.

Um Musik hören zu können, stehen ein Radio und ein Musikplayer mit MP3- und AAC-Unterstützung zur Verfügung. Ein schnurgebundenes Stereo-Headset ist im Lieferumfang bereits enthalten. Durch das Menü wird über ein zwei Zoll großes TFT-Display navigiert, das bei einer Auflösung von 176x220 Bildpunkten bis zu 262.144 Farben darstellen kann.

Die Sprechzeit des im Laufe des vierten Quartals erhältlichen Fotohandys gibt Sony Ericsson mit bis zu sieben Stunden an. Die Bereitschaftszeit liegt nach Herstellerangaben bei gut zwölf Stunden. Ein Preis für das 101x46x11 Millimeter kleine und 79 Gramm leichte Telefon steht noch nicht fest. Highlight der umfangreichen Runde an Neuvorstellungen ist das Cyber-shot-Handy C905. Erstmals wird ein Sony Ericsson-Handy mit einer 8,1-Megapixel-Kamera ausgestattet und stößt damit in neue Dimensionen in Sachen Handyfotografie vor.

Sony Ericsson C905 Cyber-shot

Aufgrund des breiten Umfangs an Kamera-Extras dürften Nutzer eher das Gefühl haben, eine kleine Kamera in den Händen zu halten. Xenon-Blitzlicht, Autofokus-Funktion, Bildstabilisator, Rote-Augen-Unterdrückung, 16-facher Digitalzoom und Video-Funktion sind nur einige Möglichkeiten, die das neue Luxus-Kamera-Handy von Sony Ericsson in Sachen Foto- und Video-Spaß bietet.

Natürlich fehlen auch bei diesem Handy MP3-Player, Radio und Stereo-Bluetooth-Schnittstelle nicht. Ergänzend dazu ist das C905 auch mit einem GPS-Empfänger ausgestattet, der es erlaubt, das Handy als mobiles Navigationssystem zu nutzen. Selbst an einer WLAN-Schnittstelle fehlt es nicht.

Noch mehr Extras

Wer auf die klassischen Funktionen eines Handys setzen möchte, kann das neue Cyber-shot-Telefon in allen GSM-Netzen nutzen, aber auch auf UMTS-Unterstützung setzen. Wer schnell im Internet surfen möchte, darf sich nicht nur über EDGE, sondern auch über HSDPA-Funktionalität freuen. Internet-Inhalte, die über das Handy abgerufen werden, können auf dem 2,4 Zoll großen TFT-Bildschirm betrachtet werden. Bei einer Auflösung von 240x320 Bildpunkten kann es 262.144 Farben darstellen. Der interne Speicher kann 160 Megabyte an Daten fassen und ist über eine Speicherkarte erweiterbar. Sie ist mit einer Kapazität von zwei Gigabyte ebenso wie ein Stereo-Headset und ein USB-Datenkabel bereits im Lieferumfang enthalten.

Bis das 136 Gramm schwere und 104x49x19 Millimeter große Cyber-shot-Handy in die Läden kommt, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Erst im Laufe des vierten Quartals wird es in den Farben Schwarz, Silber und Gold verfügbar sein. Über einen Preis schweigt sich Sony Ericsson aber auch bei diesem Modell noch aus. Die Sprechzeit soll bei bis zu sieben Stunden liegen, die Bereitschaftszeit bei bis zu 15 Tagen.

(Hayo Lücke)

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