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Sky tritt GVU bei: Ausbau des Urheberrechtsschutzes

Der Pay-TV-Sender wird ab Januar 2010 Mitglied in der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. Die GVU will den Urheberrechtsschutz mit neuen technischen Lösungen verstärken.

Sky © Sky Deutschland
Der Münchener Pay-TV Sender Sky Deutschland hatte Anfang Dezember durch den Abgang von Sky-Chef Mark Williams für Aufsehen gesorgt. Als Folge sackte der Aktienkurs deutlich ab. Inzwischen hat sich der Wirbel gelegt und der Sender konzentriert sich wieder auf das Tagesgeschäft. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) erklärte Sky seinen Beitritt zum 1. Januar 2010.

Sky bringt Praxiserfahrung mit

"Sky Deutschland setzt sich aktiv für den Schutz hochwertiger Inhalte ein und unterstützt die Aktivitäten der GVU gegen Urheberrechtsverletzungen. Deshalb hat sich Sky auch für eine Mitgliedschaft bei der GVU entschieden", so Holger Ensslin, Vorstand Recht & Regulierung von Sky Deutschland. GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy zeigte sich erfreut über das neue Mitgliedsunternehmen. Sky sei das erste Mitglied aus dem TV-Segment. Der Pay-TV-Sender bringe "reichhaltige praktische Erfahrung im technischen und rechtlichen Schutz von kreativen Inhalten" ein. Angesichts zunehmender illegaler Verfügbarkeit von Fernsehinhalten im Internet sei ein gemeinsames Vorgehen von besonderer Bedeutung.

Neue technische Lösungen zum Schutz von Kinofilmen erforderlich

Bei der neuen Zusammensetzung des GVU-Vorstandes wurde Sky-Vorstand Ensslin direkt als Vorsitzender des Technik-Ausschusses in den GVU-Vorstand gewählt. GVU-Geschäftsführer Leonardy stellte klar, dass die Organisation die Ermittlungsbehörden auch im kommenden Jahr bei der Durchführung von Strafverfahren gegen "kriminelle Intensiv-Raubkopierer" unterstützen werde. Hier solle insbesondere gegen "digitale Hehler" vorgegangen werden. Die GVU selbst werde aber keine Abmahnungen an Nutzer verschicken.

Zur Eindämmung der "Internetpiraterie" forderte Leonardy erneut die Internetprovider zur Mitwirkung auf. Nach Beschwerden von Kinozuschauern über übertriebene Sicherheitsmaßnahmen bei Kino-Blockbustern wie Harry Potter & Co., nannte Leonardy hier die Suche nach weniger einschneidenden, neuen technischen Lösungen als vorrangig. Abfilmversuche sollten etwa automatisch erkannt werden können.

(Jörg Schamberg)

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