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Sky hätte für Bundesliga-Rechte noch mehr gezahlt

Sky muss ab der Saison 2013/14 mit rund 486 Millionen Euro deutlich mehr für die Bundesliga-Rechte zahlen. Gegenüber dem "Handelsblatt" gibt Sky-Chef Sullivan nun zu, dass er bereit gewesen sei, noch mehr für die Rechte zu zahlen. Das riesige Potential des deutschen Pay-TV-Marktes sei noch lange nicht ausgeschöpft.

Sky © Sky Deutschland

Es war ein Paukenschlag Mitte April: Der Münchener Pay-TV-Anbieter Sky sicherte sich die Bundesliga-Rechte ab der Saison 2013/2014 und setzte sich damit gegen den Konkurrenten Deutsche Telekom durch. Der Deal mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) ermöglicht dem Bezahlsender ab dem kommenden Jahr alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga live und in Konferenzschaltung zeigen zu können. Für den über insgesamt fünf Jahre laufenden Vertrag muss Sky deutlich mehr zahlen als bislang. Jährlich fließen rund 486 Millionen Euro an die DFL, rund 216 Millionen Euro mehr als bisher. Viel Geld für die Fußball-Berichterstattung. Das "Handelsblatt" berichtet nun, dass das Münchener Unternehmen bereit gewesen sei, sogar noch deutlich mehr zu zahlen.

Sky-Chef: Fairer Preis für Bundesliga-Rechte

"Wenn es nötig gewesen wäre, hätte ich sogar noch etwas mehr bezahlt", sagte Sky Deutschland-Chef Brian Sullivan gegenüber der Zeitung. "Der Preis ist sehr fair im Vergleich zu dem, was in anderen Ländern gezahlt wird." Außerdem habe Sky nun einen großen Vorteil: "Wir haben so viel Exklusivität wie nie zuvor, da wir ab der nächsten Saison der einzige Anbieter sein werden, der die Bundesliga live ausstrahlt."

Zugleich gibt der US-Amerikaner zu, dass er von dem Ausgang des Wettbietens um die Medienrechte der Fußball-Bundesliga auch überrascht war. "Das hätten wir uns zu Beginn dieser intensiven Verhandlungen nicht einmal getraut, vorzustellen. Das Ergebnis macht uns sehr glücklich, ein ausgezeichneter Deal."

Riesiges Potential des deutschen Pay-TV-Marktes noch nicht ausgeschöpft

Sky verspricht sich viel vom deutschen Markt, der Vorstandschef sieht für Pay-TV hierzulande ein riesiges Potential, dass noch lange nicht ausgeschöpft sei. Gerade die großen Top-Vereine ziehen viele Zuschauer an. Laut den für Sky gemessenen Einschaltquoten werden Spiele von Bayern München von rund 690.000 Zuschauern verfolgt, Schalke 04 und Borussia Dortmund folgen mit 540.000 beziehungsweise 450.000 Zuschauern.

Brian Sullivan führt Sky Schritt für Schritt auf die Erfolgskurve, die Abonnentenzahl ist auf über drei Millionen gestiegen. Gut nachgefragt werden Dienste wie Sky Anytime oder die mobile Nutzung über Sky Go. Der Sky-Chef rechnet in den nächsten Jahr sogar mit bis zu fünf Millionen Abonnenten. Im zweiten Quartal verzeichnete Sky erstmals ein positives EBITDA, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 23 Millionen Euro. Unterm Strich machte der Bezahlsender noch 13,8 Millionen Euro Verlust. Frühestens 2014 hofft das Unternehmen auf ein positives Nettoergebnis.

(Jörg Schamberg)

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