Investitionen von 150 Millionen Euro

Schleswig-Holstein: Glasfaserausbau im Kreis Dithmarschen gestartet

Der Breitband-Zweckverband Dithmarschen und die Stadtwerke Neumünster haben im schleswig-holsteinischen Kreis Dithmarschen den Startschuss für den flächendeckenden Glasfaserausbau der Region gegeben. Bis 2022 investieren beide Partner 150 Millionen Euro.

KabeltrommelIm Kreis Dithmarschen hat der Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes begonnen (Symbolbild).© Maimento / Fotolia.com

Berlin – Im hohen Norden Deutschlands, im Kreis Dithmarschen im Westen von Schleswig-Holstein, sollen erste Anwohner schon in diesem Jahr auf ein schnelles Glasfasernetz wechseln können. Der Breitband-Zweckverband Dithmarschen (BZVD) und die Stadtwerke Neumünster, ein im BREKO-Verband organisierter Netzbetreiber, haben am Freitag mit dem ersten Spatenstich den Startschuss für den Glasfaserausbau im Kreis Dithmarschen gegeben.

Investitionen von 150 Millionen Euro in den Glasfaserausbau bis 2022

Die Ausbauarbeiten beginnen zunächst in Schafstedt-Süd mit den Ortsteilen Hohenhörn und Dückerswisch. Danach soll der Glasfaserausbau in den Gemeinden Eggstedt und Hochdonn fortgesetzt werden. Im kommenden Monat starten die Bauarbeiten in Süderhastedt, Großenrade, Quickborn, Frestedt und Brickeln. Bis Ende 2016 sollen alle Hausanschlüsse in den genannten Gemeinden an das Glasfasernetz angeschlossen sein, erste Portierungen sollen laut Stadtwerke Neumünster bereits ab Herbst möglich sein. Im Herbst 2016 soll auch die Vermarktung der Breitband-Anschlüsse im zweiten Aktionsgebiet im Bereich Volsemenhusen, Dingen, Helse, Ramhusen, Schmedeswurth, Diekhusen-Fahrstedt, Neufeld und Neufelderkoog anlaufen.

Bis 2022 wollen beide Partner rund 150 Millionen Euro in den FTTH-Ausbau in der Region investieren. Die Stadtwerke Neumünster stecken alleine rund 20 Millionen Euro in die aktive Technik. In das erste Ausbaugebiet fließen rund sechs Millionen Euro des Zweckverbands für den passiven Netzausbau, die Stadtwerke Münster steuern 750.000 Euro für die aktive Technik bei. Im Pilot-Ausbaugebiet werden rund 50 Kilometer Glasfaserkabel in Ortstrassen sowie 17 Kilometer in Ferntrassen verlegt werden. Die Stadtwerke Neumünster pachten das Netz und übernehmen nach Fertigstellung den Netzbetrieb. Eigentümer des Glasfasernetzes bleibt der Breitband-Zweckverband Dithmarschen.

Der Vertrag zwischen dem Breitband-Zweckverband und den Stadtwerken wurde erst vor acht Monaten unterzeichnet, gemeinsam drücken die beiden Partner beim Ausbau aufs Tempo. " Wir sind gut im Zeitplan und haben im ersten Ausbaugebiet, das wir im Südosten von Dithmarschen erschließen wollen, mit mehr als 1.000 Verträgen eine hervorragende Resonanz gehabt: Dithmarschen ist bereit für das schnelle Internet, erläutert BZDV-Verbandsvorsteher Peter Schoof.

BREKO: Schleswig-Holstein ist Spitzenreiter bei der Glasfaserversorgung

"Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Es ist beeindruckend zu erleben, dass sich 115 von 116 Städten und Gemeinden des Kreises zusammengetan haben, um die flächendeckende Versorgung mit einem Glasfaser-Anschluss aufzubauen und sicherzustellen", ergänzt Technologie-Staatssekretär Frank Nägele. "Das Glasfasernetz ist gerade für den ländlichen Raum, in dessen Erschließung mit Glasfaser wir in den vergangenen Jahren viel Erfahrung gesammelt haben, ein wichtiges Standortargument", fügt Manuela Charnetzki, Projektleiterin der Stadtwerke Neumünster, hinzu.

BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers unterstreicht die Bedeutung des Ausbauprojekts: "Schleswig-Holstein ist im Vergleich aller deutschen Bundesländer eindeutiger Spitzenreiter bei der Glasfaserversorgung bis ins Haus".

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Jörg Schamberg

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