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RTL will mit Video-on-Demand punkten

Nicht nur mit neuen digitalen Spartensendern will die RTL Group ihre Marktposition stärken. Vorstand Gerhard Zeiler plant auch einen Ausbau der Internet-Aktivitäten.

Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com
RTL will nicht nur beim digitalen Fernsehens mitmischen, sondern hegt auch für das Internet ambitionierte Zukunftspläne. Nach Angaben von Vorstand Gerhard Zeiler will sich RTL künftig vor allem im Online-Sektor mit neuen Angeboten profilieren.

Video-Plattform Clipfish etabliert

Dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sagte Zeiler, RTL wolle der Internet-Konkurrenz nicht das Geschäft überlassen: "Wir versuchen, auch bei den Online-Communitys einen Fuß in die Tür zu bekommen". In zahlreichen Ländern betreibt RTL bereits Video-on-Demand-Plattformen. Mit der Einführung von Clipfish konnte der Konzern bereits ein Gegengewicht zu YouTube etablieren.

Zeiler hätte nach eigenen Angaben niemals so viel Geld für den Kauf von YouTube ausgegeben wie der Mediengigant Rupert Murdoch. Vielmehr sollen bestehende Marken gestärkt und in neue digitalen Spartenkanälen investiert werden. Aber auch die Vermarktung seiner Angebote über mobile Endgeräte ist für den TV-Konzern ein wichtiges Thema. Denkbar wäre eine Beteiligung der RTL Group am bevorstehenden DVB-H Pilotprojekt.

Im Gegensatz zu ProSiebenSat.1 ist RTL am bestehenden "watcha"-Projekt von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) nicht beteiligt. "watcha" nutzt den konkurrierenden DMB-Standard, konnte bisher aber nur knapp 10.000 Kunden gewinnen.

(Stefan Hagedorn)

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