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Premiere: Programm-Chef Seger muss gehen

Es hat den nächsten erwischt: zum 1. Februar kommenden Jahres muss auch Programm-Chef Hans Seger den Pay-TV-Sender verlassen. Er wird durch eine ehemalige Murdoch-Managerin ersetzt.

Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com
Der Nächste bitte! Bei Deutschlands führendem Pay-TV-Sender Premiere wird munter weiter in der Chefetage gewildert. Nicht nur Premiere-Chef Michael Börnicke wurde durch Mark Williams ersetzt, auch Finanzvorstand Alexander Teschner und Marketing-Chef Oliver Kaltner verließen kurze Zeit später die Konzernzentrale in München. Zum 1. Februar trifft es nun auch den ehemaligen Disney-Manager und jetzigen Programmvorstand Hans Seger. Aus der einstigen Führungsmannschaft um den früheren Premiere-Chef Georg Kofler ist nunmehr nur noch Sport-Vorstand Carsten Schmidt übrig.

Abschied auf Wunsch!?

Am 31. Januar 2009 wird Seger bei Premiere seinen letzten Arbeitstag haben und anschließend auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheiden. Das teilte Premiere am Dienstagabend mit. Offiziell wird Seger mit den Worten zitiert: "Ich habe bei Premiere acht aufregende und spannende Jahre erlebt. Ich habe diese Zeit genossen. Es ist für mich persönlich keine leichte Entscheidung das Unternehmen zu verlassen, aber die Zeit ist reif, neue Herausforderungen anzunehmen."


Ab sofort übernimmt Nicola Bamford die Verantwortlichkeiten von Hans Seger. Sie kommt vom britischen Pay-TV-Sender British Sky Broadcasting (BSkyB), wo sie seit 2004 für die Programmentwicklung zuständig war. Zuvor war sie wie Seger bei Walt Disney beschäftigt und dürfte über ähnliche Kontakte in die Branche verfügen. Auch für die News Corporation von Premiere-Anteilseigner Rupert Murdoch war Bamford bereits beschäftigt.

Hoher Verlust erwartet

Am kommenden Donnerstag wird Premiere die aktuellen Quartalszahlen vorlegen. Dann wird nicht nur die korrigierte Kundenzahl noch einmal in den Fokus rücken, sondern vermutlich ein hoher Verlust. Analysten gehen von einem Quartals-Minus in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro aus.

(Hayo Lücke)

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