Entlassungswelle

Pebble: Smartwatch-Vorreiter entlässt jeden vierten Mitarbeiter

Der Smartwatch-Pionier Pebble entlässt ein Viertel der Belegschaft. Nach dem Einstieg von Schwergewichten wie Apple in die Branche hat das kleine Startup offenbar einen schweren Stand.

Pebble TimeDie wachsende Konkurrenz bereitet dem Smartwatch-Unternehmen Pebble offenbar Probleme.© Pebble Technology, Corp.

San Francisco - Der Smartwatch-Vorreiter Pebble streicht jeden vierten Arbeitsplatz. Die 40 Mitarbeiter werden diese Woche entlassen, sagte Gründer und Chef Eric Migicovsky dem Blog "Tech Insider" am späten Mittwoch. Er erklärte die Kürzungen mit dem abgekühlten Klima bei der Startup-Finanzierung. Pebble muss sich derzeit gegen scharfe Konkurrenz vor allem durch die Apple Watch behaupten.

Geld von Investoren reicht nicht aus

Pebble habe sich zwar in den vergangenen acht Monaten 26 Millionen Dollar (gut 23 Millionen Euro) bei Investoren besorgt - zusätzlich zu den 20 Millionen Dollar von Internet-Nutzern bei der Plattform Kickstarter, sagte Migicovsky. Aber die Firma gehe in diesem Jahr bei der Produktplanung dennoch besonders vorsichtig vor.

Pebble brachte nach einer 2012 gestarteten Kickstarter-Kampagne eine Computer-Uhr mit E-Paper-Display auf den Markt. Der Bildschirm war zwar nur schwarz-weiß, die Smartwatch kann damit aber rund eine Woche mit einer Batterieladung laufen. Das 2015 gestartete neuere Modell hat ein farbiges E-Paper-Display.

Starke Konkurrenten

Apple stieß im vergangenen April in das Geschäft vor. Nach Schätzungen von Analysten sicherte sich die Apple Watch mit etwa zwölf Millionen verkauften Geräten aus dem Stand zwei Drittel des Marktes. Diese Woche senkte Apple den Einstiegspreis um 50 Dollar auf 299 Dollar (267 Euro). Der Konzern selbst nennt keine Absatzzahlen. Zudem kommen noch immer mehr Computer-Uhren verschiedener Hersteller mit dem Google-System Android Wear auf den Markt. Pebble verkauft seine Smartwatches für 100 bis 250 Dollar.

Marcel Petritz / Quelle: DPA

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