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PC-Markt wächst weiterhin nur schwach

Im ersten Quartal 2012 legten die Verkäufe von Notebooks und Desktop-PCs laut den Marktforschern von Gartner lediglich um 1,9 Prozent auf 89 Millionen Geräte zu. Unternehmen hätten aber mehr Rechner gekauft als prognostiziert. HP bleibt PC-Spitzenreiter.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die Nachfrage der Unternehmen rettet die PC-Branche vor einem weiteren miesen Quartal. Weil die Verbraucher aber lieber Smartphones und iPads kaufen, bleibt das Wachstum mit 1,9 Prozent schwach.

PC-Absatz in den USA sinkt um 3,5 Prozent

Der Erfolg von Smartphones und Tablets hält den PC-Markt weiter am Boden. Im ersten Quartal legten die weltweiten Verkäufe der Notebooks und Desktop-Computer lediglich um 1,9 Prozent auf 89 Millionen Geräte zu, wie die Marktforschungsfirma Gartner berichtete.

Das Geschäft lief damit aber immer noch deutlich besser als der von Gartner erwartete Rückgang um 1,2 Prozent. Die Unternehmen hätten mehr neue Rechner gekauft als prognostiziert, dagegen sei die Nachfrage der Verbraucher von Land zu Land unterschiedlich, erklärten die Marktforscher am Mittwoch. Hewlett-Packard blieb PC-Spitzenreiter, der chinesische Konkurrent Lenovo rückt aber näher.

Vor allem der große PC-Markt USA entwickelt sich schwach: Der Absatz fiel um 3,5 Prozent auf 15,52 Millionen Geräte. Während sich US-Amerikaner mit dem Kauf neuer Computer zurückhielten, stiegen die Auslieferungen in der Region Europa, Naher Osten und Afrika um 6,7 Prozent auf 28,2 Millionen Stück.

Private Nutzer setzen auf Smartphone und iPad

Vor allem Privatkunden greifen mittlerweile vielfach zu einem Tablet-Computer wie Apples iPad oder sie benutzen ihr Smartphone, um ins Internet zu gehen. Das Geschäft wird für die Marktforscher immer schwerer vorherzusagen. Im vergangenen Jahr waren die Experten hingegen zu lange zuversichtlich: Gartner kappte die Prognose für das Jahreswachstum erst im September von 9,3 auf 3,8 Prozent - am Ende gab es nur ein dünnes Plus von 0,5 Prozent.

Weltgrößter PC-Hersteller bleibt Hewlett-Packard - trotz aller Querelen im Management und der zwischenzeitlich erwogenen Abspaltung der PC-Sparte. HP konnte seinen Marktanteil sogar leicht steigern von 16,9 auf 17,2 Prozent. Ein massives Wachstum verzeichnete die chinesische Lenovo, deren Marktanteil von 10,4 auf 13,1 Prozent zulegte. Dagegen verlor die ehemalige Nummer zwei Dell weiter an Gewicht und kam zuletzt noch auf einen Marktanteil von 11,0 Prozent.

Apple verkaufte trotz kontinuierlicher Zuwächse nicht genug seiner Mac-Computer, um weltweit unter die fünf größten Hersteller zu kommen. Der Anbieter von iMac und MacBook dürfte aber nicht weit hinter den 6,0 Prozent Marktanteil von Asus zurückliegen. In den USA ist Apple die Nummer drei und konnte den Marktanteil von 9,8 auf 10,6 Prozent ausbauen. HP führt in Amerika noch klarer mit 29 Prozent vor Dell mit 22,3 Prozent.

(Jörg Schamberg)

Quelle: DPA

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