IT-Sicherheit

Ohne Hilfe von Apple: FBI hat iPhone geknackt

Der Streit zwischen den US-Behörden und Apple um die Entsperrung eines iPhones ist vorerst beigelegt. Dem FBI ist es auch ohne Apples Mithilfe gelungen, das iPhone eines Attentäters zu entschlüsseln. Der Fall hatte bereits im Februar für Aufsehen gesorgt.

Apple iPhone 5C© Apple

Die Auseinandersetzung zwischen dem FBI und Apple ist beigelegt - zumindest vorerst. Den Ermittlern ist es gelungen, das entsprechende iPhone selbst zu entsperren. Weitere Verfahren zwischen dem Konzern bezüglich des Zugriffs auf Apple-Smartphones laufen indes weiter. Dies berichtet die österreichische Zeitung "Der Standard".

iPhone eines Attentäters

Im Februar hatte ein Gericht entschieden, dass Apple den US-Behörden beim Entsperren eines iPhone 5C helfen muss. Das Smartphone war zuvor bei einem Attentäter gefunden worden, der gemeinsam mit seiner Frau 14 Menschen in der kalifornischen Stadt San Bernardino getötet hatte.

Dies hatte heftige Proteste seitens des Konzerns aus Cupertino zu Folge. Ein Eingriff in die Software von außen wäre ein Sicherheitsproblem für alle Nutzer. Auch dass der "All Writs Act" von 1789 als juristische Grundlage heranzogen wurde, hat Apple kritisiert. Dies könnte einen Präzedenzfall schaffen, der die Überwachung mobiler Geräte weitgehend legitimieren könnte.

Vorgehensweise noch unklar

Wie genau die Ermittler die Entschlüsselung umgehen konnten, ist derweil noch nicht vollständig geklärt. Laut einem Bericht der Zeitung "Yedioth Ahronoth" hat das israelischen IT-Unternehmen Cellebrite den Behörden geholfen. Bestätigt ist die Meldung allerdings nicht.

Marcel Petritz

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