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Nvidia Tegra 3: Quad-Core mit fünftem Kern

Nach und nach verrät Nvidia mehr Details zum kommenden Smartphone- und Tablet-Chip Tegra 3 mit dem Projektnamen "Kal-El": Der Vierkern-Prozessor wird einen fünften Kern erhalten.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Die zurzeit verbauten Nvidia Tegra-Chips gehören zur zweiten Generation und verfügen über einen Dual-Core-Prozessor. Mit Tegra 3 soll sich die Zahl auf vier Kerne verdoppeln. Das teilte Nvidia zumindest bei der ersten Vorstellung des neuen Smartphone-Chips auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit. Jetzt erwähnt der Hersteller einen fünften Kern.

Kleiner, sparsamer Helfer

Im Nvidia-Blog schreibt ein Mitarbeiter, dass der unter dem Projektnamen Kal-El bekannte Chip letztendlich fünf Kerne integriert. Zwar handelt es sich bei der Prozessorkomponente des Komplettpakets um einen Quad-Core, ihm steht jedoch noch ein fünfter Kern mit geringerer Taktfrequenz zur Seite, der sich außerdem besonders wenig Energie einverleiben soll. Er hat die Aufgabe, den stärkeren Vier-Kern-Verbund bei anspruchsloseren Anwendungen abzulösen, und wird von Nvidia deshalb auch als Begleitkern bezeichnet.

Bei allen fünf Kernen handelt es sich um die gleiche ARM Cortex A9 CPU. Beim Hilfskern deckelt Nvidia allerdings die Taktfrequenz auf maximal 500 Megahertz. Er ist zum Beispiel dem Surfen im Web, der Musikwiedergabe und dem aktiven Standby-Modus zugeteilt, in dem E-Mails abgerufen, Widgets aktualisiert und Statusmeldungen aus Netzwerken synchronisiert werden. Wechselt der Nutzer zu fordernden Programmen oder Spielen, deaktiviert Tegra 3 den Hilfskern und zapft wiederum die vier Kerne mit höherem Takt an.

Auf diese Weise lässt sich der Gesamtverbrauch eindämmen, verglichen mit einem OMAP4-Prozessor mit 1 Gigahertz soll Kal-El laut Nvidia um rund zwei Drittel sparsamer sein. Entwickler müssen ihre Apps übrigens nicht anpassen, um von dem Sparkern zu profitieren, eine Unterstützung ist von Haus aus gegeben.

(Saskia Brintrup)

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