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NVIDIA Tegra 2 - Multimedia-Chip für Superphones

Mit Tegra 2-Chips sollen Smartphones zu Superphones werden. Unter anderem HD- und 3D-Inhalte werden auf dem Handydisplay möglich, verspricht NVIDIA - bei niedrigerem Stromverbrauch.

SMS© TristanBM / Fotolia.com

Kaum eine Szenerie eignet sich wohl besser, um mit Superlativen um sich zu werfen, als die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Mitten in der Wüste Nevadas hat sich in diesen Tagen das Who is Who der Elektronikbranche versammelt, um gleich zu Beginn des neuen Jahres unzählige Produktneuheiten vorzustellen. Dazu zählen auch die Grafik-Experten von NVIDIA, die ein Update ihres Tegra-Chips präsentieren. Update wohlgemerkt. Denn so richtig neu ist der vollmundig als mobiler Superchip angepriesene Prozessor nicht. Schon vor einem Jahr wurde das Modell in der Casino-Stadt vorgestellt.

Aus Smartphones werden Superphones

Anders als damals hat NVIDIA im Jahr 2011 aber den ersten Partner im Gepäck. Zum Beispiel das LG Optimus 2X wird mit Tegra 2 ausgestattet sein. Bisher sind Smartphones in erster Linie mit Single-Core-Prozessoren mit 1 Gigahertz Taktfrequenz ausgestattet. Künftige Smartphones, die von NVIDIA als Superphones bezeichnet werden, nutzen hingegen Multi-Core-Prozessoren wie Tegra 2.

Die Vorteile: Smartphone-Nutzer sollen in Zukunft zum Beispiel schneller durch das Internet surfen können, noch mehr Multitasking-Erfahrungen auf dem Handy sammeln und immer häufiger den Flash Player von Adobe nutzen können, verspricht NVIDIA. Sogar 3D- und HD-Inhalten stehe auf dem Smartphone-Display nichts im Wege. Und das bei einer verbesserten Energieverwaltung, also längeren Akku-Laufzeiten. Freunde mobiler Spiele-Inhalte sollen sich über verschiedene Gerätetypen hinweg duellieren können: vom Tegra-2-basierten Tablet bis hin zum stationären PC.

Eine neue Ära ist erreicht

"Wir haben die Superphone-Ära erreicht. Anwender sehen in ihrem mobilen Gerät heute vielmehr einen Computer als nur ein Telefon. Durch Tegra erreicht das Superphone eine neues Level, das vorher nicht denkbar schien", sagte NVIDIA-Manager Michael Rayfield am Mittwoch auf der CES. Man darf gespannt sein, welche Handys nach dem LG Optimus 2X folgen werden.

(Hayo Lücke)

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