News

Nokia Siemens Networks schließt fünf Ost-Standorte

Nokia Siemens Networks setzt den begonnenen Restrukturierungskurs weiter fort und schließt fünf Service-Standorte in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Insgesamt fallen etwa 150 Arbeitsplätze weg.

Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der Netzwerk-Ausrüster Nokia Siemens Networks schließt fünf kleinere Service-Einrichtungen in Ostdeutschland. Betroffen seien die Standorte Cottbus, Chemnitz, Dresden, Erfurt und Halle, wie eine Sprecherin am Freitag bestätigte. Insgesamt sind den Angaben zufolge in der Region Ost etwa 150 Arbeitsplätze von Abbau und Schließungen betroffen. Die Niederlassung in Leipzig mit rund 120 Mitarbeitern bleibt erhalten. Nokia Siemens Networks hatte sich den Angaben zufolge am Donnerstag mit dem Betriebsrat der Region Ost geeinigt.

"Schwer erkaufter Kompromiss"

Betriebsratschef Sven Burat sagte am Freitag dem Radiosender MDR Info, es handle sich um einen "schwer erkauften Kompromiss". Die vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Kollegen hätten die Möglichkeit, für 18 Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Auch Altersteilzeit-Verträge würden angeboten. Es sei "sehr bitter", sagte Burat. Man verliere eine große Anzahl von Fachkräften.

Der Geschäftsführer von Nokia Siemens Networks Deutschland, Hermann Rodler, erklärte: "Die jetzige Lösung ist sozial verträglich und für das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll, weil wir unsere Restrukturierungsmaßnahmen nun zum 1. September 2012 in der Region umsetzen können."

Deutschlandweit fallen 2.900 Arbeitsplätze weg

Das Unternehmen hatte den Angaben zufolge zunächst die Absicht, alle Standorte in Ostdeutschland außer Berlin zu schließen, damit auch Leipzig. Die Transfergesellschaft werde die Mitarbeiter weiter qualifizieren und sie bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützen. "Wenn genügend Mitarbeiter davon Gebrauch machen - hiervon gehen wir aus - dann ist mit dieser Lösung der Erhalt des Standortes Leipzig gesichert", sagte Rodler.

Im November 2011 hatte der Telekommunikationskonzern seine Absicht angekündigt, weltweit 17.000 Arbeitsplätze abzubauen. Ziel war es, das Unternehmen aus der Verlustzone herauszuholen und für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. Von dieser Restrukturierung seien in Deutschland rund 2.900 Arbeitsplätze betroffen. Nokia Siemens Networks stellt technische Geräte für mobile Breitbandnetze her.

(Christian Wolf)

Quelle: DPA

Kommentieren Community
Zum Seitenanfang