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Nokia Lumia 920 – Flaggschiff auf Basis von Windows Phone 8

Das neue Flaggschiff aus dem Hause Nokia trägt den Namen Lumia 920 und ist mit einer integrierten HD-Kamera, einem besonders scharfen und 4,5 Zoll großen Display sowie LTE ausgestattet. Den Antrieb übernimmt ein Dual Core-Prozessor mit 1,5 Gigahertz Taktfrequenz.

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Nokia unternimmt einen neuen Versuch, auf dem Smartphone-Markt verlorenen Boden gutzumachen. In New York präsentierte der finnische Konzern mit dem Lumia 920 ein neues Flaggschiff, das auf Basis von Windows Phone 8 in den Handel kommen wird. Nokia-Chef Stephen Elop sagte zu Beginn der Präsentation: "Wir haben immer gesagt, dass Nokia sich von anderen Smartphone-Herstellern unterscheiden soll. Nicht nur beim Design der Telefone, sondern auch durch innovative Anwendungen wie kostenlose Navigationsdienste." Das treffe auch auf das Lumia 920 zu.

Windows Phone unterstützt Screenshots

"Das ist das innovativste Smartphone der Welt", sagte die verantwortliche Nokia-Managerin Jo Harlow. Sie strich besonders die eingebaute Digitalkamera heraus, die mit Nokias Pure View-Technologie arbeitet und mit einer Linse von Carl Zeiss ausgestattet ist. Sie kann nach Herstellerangaben fünfmal mehr Licht einfangen als vergleichbare Konkurrenz-Modelle. Es sei die aktuell beste Kamera, die in einem Smartphone zu finden sei und nicht nur deswegen sei es an der Zeit, zu einem Lumia-Smartphone auf Basis von Windows Phone 8 zu wechseln.

Doch zurück zum eigentlichen Endgerät. Die Hauptkamera des Lumia 920 arbeitet mit einer Auflösung von bis zu 8,7 Megapixeln und ist mit einem LED-Blitzlicht ausgestattet. Videoaufnahmen sind in Full HD-Qualität mit bis zu 1.080p möglich – neuartige Bildstabilisierung zur Vermeidung von Rucklern inklusive. Eine zweite Kamera auf der Vorderseite hat eine Auflösung von 1,2 Megapixeln und dient in erster Linie für Videotelefonate.

LTE an Bord

Das neue Smartphone ist 130 x 71 x 11 Millimeter groß und satte 185 Gramm schwer. Es ist nicht nur mit einer Quadband GSM- und UMTS-Antenne ausgestattet, sondern unterstützt auch LTE. Darüber hinaus fehlt es weder an einer WLAN-Schnittstelle, noch an einem integrierten NFC-Chip und Bluetooth.

Der Antrieb des Lumia 920 erfolgt über einen Snapdragon Dual Core Prozessor, dessen beide Kerne mit 1,5 Gigahertz getaktet sind. Der Arbeitsspeicher wird von Nokia mit 1 Gigabyte angegeben, der interne Speicherplatz mit 32 Gigabyte. Zusätzlich gibt es 7 Gigabyte Online-Speicher bei Microosfts Cloud-Dienst Skydrive, aber offenbar keinen Speicherplatz für eine MicroSD-Karte.

Das LCD-Display misst in der diagonalen Abmessung 4,5 Zoll und kommt mit einer Auflösung von 1.280 x 768 Pixeln daher. In einer Demonstration war eine Bedienung sogar mit Handschuhen möglich. Nokia ist der Üerzeugung, dass das Display das momentan schärfste und schnellste seiner Art darstellt.

Kabelloses Laden möglich

Innovativ zeigt sich Nokia in Bezug auf den integrierten (nicht wechselbaren) Akku. Dass er mit einer Kapazität von 2.000 mAh recht üppig ausgestattet ist, spielt in diesem Zusammenhang weniger eine Rolle. Beeindruckend ist aber die Tatsache, dass kabelloses Laden per Induktion ermöglicht werden kann – zum Beispiel über ein spezielles "Handy-Sofa" vom für Sitzsäcke bekannten Hersteller Fatboy. Weiterhin ist es aber natürlich auch möglich, für eine Ladevorgang die integrierte USB-Schnittstelle zu verwenden.

Bereits vorinstalliert werden Microsoft Office und der Internet Explorer 10 sein, darüber hinaus diverse Apps aus dem Bereich Argumented Reality. In den Handel kommt das Nokia Lumia 920 in den recht knalligen Farben Gelb und Rot, aber auch in Grau, Weiß und Schwarz. Die maximal mögliche Sprechzeit liegt nach Herstellerangaben bei 17 Stunden, als Musik-Player soll der Akku bis zu 67 Stunden durchhalten.



Einführung noch in diesem Jahr – vielleicht!

Bleiben noch zwei Fragen offen: was wird das Gerät kosten und wann kommt es in den Handel? Antworten darauf blieb Nokia am heutigen Tage schuldig. Verraten wurde nur, dass das Gerät "voraussichtlich im späteren Verlauf dieses Jahres ausgeliefert" werden soll. Durchaus also möglich, dass es nicht zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommt – was ein ziemliches Desaster wäre.

(Hayo Lücke)

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