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Nokia gibt Bochum endgültig auf

Der Betriebsrat des Bochumer Handy-Werkes wollte die Produktion doch noch retten, Nokia schmetterte die Offerten als "nicht umsetzbar" ab.

SMS© TristanBM / Fotolia.com
Die Reise des Bochumer Betriebsrates zum finnischen Handyhersteller Nokia nach Helsinki hat nichts gebracht: Der Konzern lehnte die neuen Vorschläge zur Rettung des Bochumer Werkes rundherum ab. Die Konzernführung halte die Vorschläge für "nicht umsetzbar", erklärte Nokia nach dem Treffen mit den Betriebsratsvertretern aus Deutschland. Durch die präsentierten Vorschläge werde die angestrebte Effizienz der Produktion nicht erreicht. Das Bochumer Nokia-Werk soll trotz aller Proteste Mitte des Jahres geschlossen werden.

Nokia lenkt nicht ein

"Vertreter der Belegschaft präsentierten mehrere Alternativen für die Zukunft des Standortes Bochum", hieß es in der Nokia-Erklärung. Dazu hätten beispielsweise eine höhere Automatisierung der Produktion sowie eine Strategieänderung gezählt. "Das Management von Nokia kam zu dem Schluss, dass die vorgeschlagenen Alternativen nicht umsetzbar sind und auch nicht die geforderten Effizienz-Ziele erreichen würden." Am Montag hatte der weltgrößte Handyhersteller bereits sein neues Werk in Rumänien eingeweiht, das die Fabrik in Bochum ersetzen soll.

Bei dem Gespräch am Dienstag waren sich beide Seiten den Angaben zufolge in dem Ziel einig, "innovative Lösungen für die Zukunft" zu suchen. Hauptaugenmerk sei nun, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für die Nokia-Belegschaft zu finden. Offizielle Verhandlungen zwischen Konzernspitze und dem Betriebsrat sollen den Angaben zufolge am 20. Februar beginnen.

(Hayo Lücke)

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