IT-Sicherheit

Neuer Trojaner Petya blockiert Rechner - Vorsicht bei Dropbox-Download-Links

Der Trojaner Petya setzt bei seiner Verbreitung auf Dropbox-Download-Links - unter anderem getarnt als Bewerbungsunterlagen. Dies berichtet das Computer-Magazin "Heise.de".

Laptop-Probleme© Ana Blazik Pavlovic / Fotolia.com

Berlin - Eine Mail mit einem Dropbox-Download-Link etwa für angebliche Bewerbungsunterlagen: Das ist der Verbreitungsweg, den ein neuer Verschlüsselungstrojaner namens Petya nimmt. Ein Klick reicht, damit der Schädling vergleichsweise Ungewöhnliches tut, berichtet das Fachportal "Heise.de".

Petya ändert Bootbereich der Festplatte

Petya manipuliere den Bootbereich der Festplatte, wodurch der ganze Rechner blockiert wird, weil das Betriebssystem nicht mehr ausgeführt werden kann. Nach einer Bluescreen-Fehlermeldung und einem Neustart begrüßt dann ein Totenschädel-Bild den Nutzer, auf dem behauptet wird, dass alle Festplatten verschlüsselt worden seien, und Lösegeld gefordert wird.

Derzeit sei noch unklar, ob Petya tatsächlich Dateien verschlüsselt. Deshalb, und da das Verschlüsseln einer ganzen Festplatte dauert, empfiehlt es sich für Betroffene oder jene, die den Verdacht hegen, betroffen zu sein, den Rechner sofort auszuschalten. Den Trojaner stoppen können Nutzer unter Umständen schon früher: Petya fordert von Windows erhöhte Rechte an, um den Bootbereich zu gelangen. Und das führt standardmäßig zu einer Abfrage der Benutzerkontensteuerung, wie sie etwa auch bei einer Softwareinstallation erscheint, und die mit einem Klick auf «nein» abgelehnt werden kann.

Marcel Petritz / Quelle: DPA

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