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NetLCR von Oleco verlangt nun auch Provision

Die United Internet ist bereits vor zwei Jahren auf die Idee gekommen, in ihrem Least-Cost-Router namens Smartsurfer eine Provision für die gelisteten Anbieter einzuführen. Nun zieht Oleco mit seinem NetLCR nach.

ISDN© Daniel Kühne / Fotolia.com
Die United Internet ist bereits vor zwei Jahren auf die Idee gekommen, in ihrem Least-Cost-Router (LCR) namens Smartsurfer eine Provision für die gelisteten Anbieter einzuführen. Nun zieht Oleco mit seinem NetLCR nach.

Ab Dezember wird kassiert

Ab Dezember verlangt Oleco von allen Providern mit einem wöchentlichen Volumen von mehr als 15.000 Minuten Umsatz über den NetLCR eine Provision von 0,2 Cent netto. Ableger des Oleco NetLCR ist unter anderem der Discountsurfer, welcher davon auch betroffen sein dürfte. Zum Vergleich: Für den Smartsurfer wurde seinerzeit eine Provision von 0,15 Cent netto pro Minute für jeden Provider eingeführt, der mehr als eine Million Minuten pro Monat über den Smartsurfer umsetzt. Mittlerweile beteiligt sich United Internet bereits mit 0,25 Cent netto am Umsatz der Anbieter.

Bei United Internet wird zwar immer wieder betont, dass mit solchen Provisionen nicht in die Tarifhoheit der Anbieter eingegriffen werde. Dennoch hat sich diese Umsatzbeteiligung an den Tarifen auch für die Kunden bemerkbar gemacht: Im Vergleich zu anderen Einwahlprogrammen liegen die Preise der im Smartsurfer aufgeführten Zugänge im Durchschnitt deutlich höher. Bedenkt man die geringen Margen auf dem Internet-by-Call-Markt und die Durchleitungsgebühren der Verbindung von rund 0,4 Cent/Min., ist die Weitergabe dieser Provision an die Kunden für den Provider nahezu unausweichlich.

Sinneswandel bei Oleco

Genau diese Preissteigerungen bemängelte Oleco-Chef Boris Edelhoff damals selbst und forderte eine "Rücknahme dieser unseriösen Preise". Er fürchtete gar, die gesamte Branche könne in Verruf kommen. Einigen Nutzern könnte sich der Verdacht aufdrängen, dass Oleco offensichtlich auch gerne etwas vom großen Kuchen abbekommen möchte.

onlinekosten.de hat Herrn Edelhoff dazu befragt, welche Gründe Oleco dazu bewogen haben nun auch ene Vertriebsprovision einzuführen. Laut Edelhoff gebe es verschiedene Hintergründe zwei Jahre später ebenfalls eine Gebühr einzurichten. Oleco ist der Ansicht, dass man Dienstleistungen erbringe, die dies rechtfertigten. "Hintergrund ist, dass der bei den Kunden beliebte kostenfreie Support per Telefon und Mail sowie die großzügige Kulanz bei nicht durch Oleco verschuldeten Abrechnungsproblemen nicht anders aufrechterhalten werden kann", so die Erklärung von Oleco. Auch die vom Wettbewerb angeführten Gründe der Werbe- und der Entwicklungskosten seien für Oleco relevant.

Darüber hinaus sieht Oleco hinsichtlich der geringen Margen die Leidtragenden auf keinen Fall in den Anbietern, "die in der Vergangenheit auf diese oder jene Art in den LCR ihr Geld verdient haben." Oleco wird künftig zwar eher einen Wortlaut wie "praktisches Einwahltool ohne Vertragsbindung" und weniger die Billigpreise in den Vordergrund stellen, ist sich aber sicher weiterhin "transparent, günstig und unabhängig" zu sein.

Tarif-Agent von onlinekosten.de

Auch onlinekosten.de bietet mit dem Tarif-Agenten eine praktische Hilfe beim Tarifvergleich an - und das völlig kostenfrei. Der Tarif-Agent wird nicht an den Einwahlkosten der Kunden beteiligt, benachrichtigt aber dennoch zuverlässig über Preisänderungen der Provider per E-Mail. Darüber hinaus sortiert die Redaktion von vornherein einige unseriöse Angebote aus. Die Gefahr in die Falle zu tappen sinkt dadurch deutlich - außerdem ist das Sparpotenzial für den Kunden als deutlich höher zu bewerten als bei Least Cost Routern, die eine Provision verlangen und damit den Durchschnittspreis in die Höhe treiben.

Einen hunderprozentigen Schutz vor Abrechnungspannen oder anderen dubiosen Machenschaften kann jedoch niemand liefern. Deshalb sollte sich jeder Kunde regelmäßig auf der Seite des Anbieters über die aktuell geltenden Preise informieren. Bei besonders günstigen und damit verdächtigen Providern raten wir zu einer mehrmaligen Überprüfung pro Tag.

(Tobias Capangil)

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