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Münster testet Mülltonnen mit Internetanschluss

Die Stadt Münster sagt dem Müllproblem den Kampf an und testet solarbetriebene Mülltonnen, die nicht nur mit einer integrierten Presse, sondern auch mit einem Internetanschluss ausgestattet sind. Die Tonnen melden ihre Füllmenge automatisch an die Zentrale der Abfallwirtschaftsbetriebe.

Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Überfüllte Mülltonnen sollen an einigen stark frequentierten Plätzen in Münster bald der Vergangenheit angehören. Wie die "Westfälischen Nachrichten" berichten, wurden zum Beispiel im Hafenviertel und am Aaseeufer so genannte "Big Belly"-Tonnen aufgestellt, die nicht nur mit einer geräuscharmen Müllpresse ausgestattet sind, sondern auch mit einem Internetzugang – angetrieben mit Strom, der über die integrierte Solarzelle gesammelt wird.

Tonne meldet Füllmenge

Der Internetanschluss ist allerdings nicht als WLAN-Hotspot zu verstehen, um zum Beispiel Touristen Zugang zum weltweiten Datennetz zu gewähren, sondern dient den städtischen Reinigungsbetrieben als wichtige Informationsquelle über den Status des aktuellen Müllaufkommens. Jede der insgesamt vier kühlschrankgroßen "Big Belly"- Tonnen ist dem Vernehmen nach mit der Zentrale der Abfallwirtschaftsbetriebe verbunden und meldet in Echtzeit den aktuellen Füllstand.



Die integrierte Müllpresse soll dafür sorgen, dass sechs Mal mehr Abfall aufgenommen werden kann als bei vergleichbaren Mülltonnen ohne die entsprechende Technik - bis zu 700 Liter. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe der Stadt-Mitarbeiter, da eine Leerung seltener notwendig wird. Allerdings hat die Anschaffung auch ihren Preis. Jeder der High-Tech-Mülleimer kostet 5.000 Euro.

(Hayo Lücke)

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