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Mobilfunk-Highlights im März

Preiskampf auf dem Discountermarkt, neue Flatrate-Angebote, günstigere Roaming-Tarife und eine Datenpreis-Offensive. Auf dem Mobilfunkmarkt ist auch im CeBIT-Monat einiges los.

Smartphone© goodluz / Fotolia.com
Es dauert nicht mehr lange, dann öffnet auf dem Messegelände in Hannover wieder die CeBIT. Traditionell haben auch die großen deutschen Mobilfunkunternehmen anlässlich der weltgrößten Computermesse Neuigkeiten im Gepäck. Das wird vermutlich auch in diesem Jahr so sein, denn sowohl T-Mobile und Vodafone als auch E-Plus haben anlässlich der CeBIT zu einer Pressekonferenz eingeladen. Nur o2 hält sich in diesem Jahr zurück. Erstmals seit Jahren wird der Münchner Anbieter nicht einmal mit einem eigenen Stand in Hannover vertreten sein. Trotzdem bringt der März auch vor Beginn der CeBIT einige Änderungen. Diese möchten wir an dieser Stelle in gewohnter Form für unsere Leser zusammenfassen.

Discounter buhlen um Kunden

Richtig rund geht es auch diesen Monat wieder auf dem Markt der Mobilfunk-Discounter. Die Preise für Startpakete pendeln sich inzwischen bei zehn Euro ein, dazu gibt es meist ein Startguthaben in Höhe von fünf oder zehn Euro. So hat zum Beispiel Marktführer simyo seinen Preis für das Startpaket ab sofort dauerhaft auf 9,95 Euro gesenkt und schenkt jedem Neukunden fünf Euro Startguthaben. Ähnlich sieht es bei Schwarzfunk aus, der Mobilfunkmarke der Jugend-Community uboot.com. Hier werden einmalig 9,90 Euro fällig und es gibt sogar ein Startguthaben in Höhe von zehn Euro.

Bei callmobile gibt es für einmalig 9,95 Euro für die Einrichtung ebenfalls zehn Euro Startguthaben und oben drauf 15 Euro Wechselbonus, wenn die Rufnummer zu der Billigmarke aus dem Hause Talkline portiert wird. Etwas teurer ist die Einrichtung bei blau.de. Hier werden 19,90 Euro fällig, die aber mit 20 Euro Gesprächsguthaben rein rechnerisch gegeneinander aufgewogen werden.

Auch leichte Preissenkungen

Doch nicht nur die Preise für die Startpakete werden gesenkt, auch die Minutenpreise fallen munter weiter. Nach der Preissenkung von Fonic hat auch congstar den Minutenpreis für seinen Prepaidtarif auf neun Cent gesenkt. Zum gleichen Preis können auch SMS verschickt werden. Fonic hat im Gegenzug auf das wachsende Interesse an mobiler Datennutzung reagiert und seinen Kunden die UMTS- und HSDPA-Nutzung freigeschaltet. Das bedeutet, Fonic-Kunden können in entsprechend ausgebauten Regionen mit bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde im Internet surfen. Außerdem soll es die Fonic-SIM- und Guthaben-Karten ab Mitte März auch in allen dm Drogeriemärkten geben. Es gibt aber nicht nur Neuigkeiten vom Markt der Billigangebote, die ohne monatliche Grundgebühr und andere Fixkosten auskommen, auch auch dem Flatrate-Markt tut sich etwas. So bieten zum Beispiel debitel und Talkline ab sofort neue Flatrate-Pakete an. Neben Teil-Flats werden auch All-Net-Flatrates angeboten, die alle nationalen Standardgespräche abdecken.

Neue Flat von simply

Ebenfalls neu erhältlich ist eine Festnetz-Flatrate des Mobilfunk-Billiganbieters simply. Die zum Drillisch-Konzern gehördende Marke bietet ihren Kunden neuerdings die Möglichkeit, für 12,95 Euro im Monat unbegrenzt in das deutsche Festnetz zu telefonieren. Allerdings gilt das Angebot nicht für Nutzer des neuen Tarifs simply easy, der Gespräche in alle Netze für 8,5 Cent pro Minute ermöglicht.

Darüber hinaus werden die Startpekete für die Tarife simply easy und simply Partner bis zum 16. März zum Sonderpreis angeboten. Sie kosten nur 4,98 Euro. Zusätzlich gibt es ein Jahr lang Monat für Monat zehn Freiminuten.

Anschlusspreis bei Base sparen

Schnellentschlossene können sich zudem den Anschlusspreis bei der E-Plus-Flatrate-Marke Base sparen. Noch bis einschließlich Montag, 3. März, wird die einmalige Anschlussgebühr in Höhe von 25 Euro mit einer der nächsten beiden Rechnungen gutgeschrieben, wenn ein Base-Tarif online bestellt wird und die dem Paket beiliegende Aktionspostkarte an E-Plus zurücksendet. Seit einigen Wochen sind in den Base-Tarifen 1 und 2 60 Minuten für netzexterne Gespräche im Monat inklusive.

Power-Flatrate von mobilcom

Für echte Power-Nutzer ist bei mobilcom ab sofort eine XXL-Flatrate erhältlich, die nicht nur alle Gespräche und SMS, sondern auch das mobile Surfen im Internet mit dem Handy über die monatliche Grundgebühr abdeckt. Sofern verfügbar, ist das Surfen sogar per HSDPA möglich. Allerdings werden pro Monat auch 119,90 Euro fällig. Wer sich bei Vertragsabschluss für ein neues Handy entscheidet, muss sogar noch zehn Euro mehr im Monat bezahlen. Eine weitere E-Plus-Marke lockt Neukunden mit monatlichen Gratis-SMS. Bei vybemobile gibt es satte 200 Kurzmitteilungen monatlich gratis. Wer die Gratis-Nachrichten voll ausnutzt, kann aufgrund der Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren 480 Euro sparen. Hinzu kommt, dass der monatliche Einrichtungspreis in Höhe von 25 Euro entfällt. Zu beachten ist aber auch: es gilt eine monatliche Grundgebühr in Höhe von zehn Euro. Alle Standard-Gespräche kosten zehn Cent pro Minute.

Vodafone mit SMS-Flatrate

Ebenfalls für SMS-Vielschreiber hat Vodafone ein neues Angebot im Programm. Dort gibt es ab sofort zu vielen Tarifen eine optionale Quasi-Flatrate, die monatlich 25 Euro kostet und 3.000 SMS in alle Netze abdeckt.

Neue Roaming-Tarife in der E-Plus-Gruppe

Neues gibt es zudem in Sachen Roaming-Tarifen. Hier nimmt insbesondere die E-Plus-Gruppe eine Führungsrolle ein und hat Ende Februar in diesem Zusammenhang angekündigt, dass bei E-Plus, Base und vybemobile künftig der so genannte Reisevorteil gebucht werden kann. Bei Gesprächen im EU-Ausland werden dann pro Minute nur noch 29 Cent für Gespräche nach Deutschland berechnet. Hinzu kommt ein einmalige Verbindungspreis in Höhe von 75 Cent. Ankommende Gespräche werden ebenfalls mit 29 Cent pro Minute abgerechnet, der Versand einer SMS aus dem EU-Ausland kostet einheitlich 39 Cent.

Noch etwas günstiger geht es beim neuen Air Berlin-Tarif, der in Kooperation mit E-Plus abgewickelt wird. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft bietet eine spezielle Version der Zehnsation an, die monatlich zehn Euro Grundgebühr kostet und Gespräche in alle Netze für zehn Cent pro Minute erlaubt. Roaming-Gespräche im EU-Ausland nach Deutschland kosten in diesem Tarif nur 20 Cent pro Minute zuzüglich 75 Cent Verbindungsentgelt. Auch der Versand einer SMS im EU-Ausland kostet 20 Cent, ein ankommendes Gespräch aus Deutschland wird mit 25 Cent pro Minute abgerechnet.

Datenpreisoffensive vei o2

Last but not least, hat o2 seine Ziele für den Netzausbau konkretisiert. Bis zum Jahresende soll es überall dort, wo heute über UMTS im Internet gesurfen werden kann, HSDPA verfügbar sein. Zudem wird eine Datenpreisoffensive gestartet. Im Tarif Activ Data entfällt bei Buchung des Internet Paket L künftige die monatliche Grundgebühr. Das heißt, es können monatlich gut 9,50 Euro gespart werden.

(Hayo Lücke)

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