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MobilCom bekommt angeblich UMTS-Schulden erlassen

Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Die seit Wochen von der Pleite bedrohte Telefonfirma MobilCom kann nach einem Bericht des "Handelsblatts" aufatmen: Großaktionär France Télécom habe sich bereit erklärt, MobilCom seinen UMTS-Kredit in Höhe von 4,7 Milliarden Euro zu erlassen und wolle weiteres Kapital in Milliardenhöhe zuschießen, berichtet die Zeitung. Einen entsprechenden Vorvertrag habe France Télécom den Gläubigerbanken vorgelegt. Die Gläubiger hatten MobilCom eine nochmalige Gnadenfrist für die Rückzahlung seines fälligen Milliardenkredits bis Ende Oktober eingeräumt. Die MobilCom-Aktie gewann kräftig an Wert.

Laut "Handelsblatt" muss der Vorvertrag in den nächsten Tagen noch von den zuständigen Gremien bei dem französischen Konzern paraphiert werden. Der Vorvertrag sei für die kreditfinanzierenden Banken wesentliche Bedingung gewesen, um die fälligen Darlehen zu stunden. Ein MobilCom-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. Mit der erneuten Stundung des Kredites über 4,7 Milliarden Euro ist MobilCom nach eigenen Angaben bis zum 31. Oktober auch von Zinszahlungen für das Darlehen weiter befreit.

Die selbst hoch verschuldete France Télécom hatte Anfang September jede weitere finanzielle Unterstützung für MobilCom aufgekündigt. Eine Insolvenz des deutschen Unternehmens konnte daraufhin nur durch einen Rettungskredit der Bundesregierung verhindert werden. Seitdem streiten beide Firmen über die Frage, inwieweit France Télécom vertraglich zur Schuldenübernahme und weiteren Finanzierung des Ausbaus der UMTS-Mobilfunknetze von MobilCom verpflichtet ist.

(Peter Giesecke)

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