Security

Microsoft: Veraltete Browser auf 340 Millionen PCs

Microsoft warnt vor der Gefährdung durch nicht mehr aktuelle Browser. Laut der Studie "Microsoft Security Intelligence Report Volume 11" sind auf rund 340 Millionen PCs weltweit veraltete Internetbrowser installiert, die Sicherheitslücken aufweisen.

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Im Web lauern zahlreiche Gefahren für die Sicherheit des eigenen Rechners. Viren, Würmer, Trojaner, Phishing und andere Schadsoftware machen Computernutzern das Leben schwer. Gerade Internetsurfer sollten nicht nur aktuelle Schutzsoftware installieren und eine Firewall aktiviert haben. Auch der Browser sollte stets auf dem neuesten Stand sein. Darauf drängt derzeit auch Microsoft angesichts der Ergebnisse des aktuellen Microsoft Security Intelligence Report Volume 11. Die Studie untersuchte im Zeitraum von Januar bis Juni dieses Jahres sowohl weltweite Bedrohungen und regionale Gefährdungen von Computern. Analysiert wurden Daten von über 600 Millionen Computersystemen in mehr als 100 Ländern.

Veraltete Browser als Angriffsziel für Attacken

Der US-Konzern weist darauf hin, dass weltweit auf über 340 Millionen PCs veraltete Internetbrowser zum Einsatz kommen. Das entspricht einem Viertel aller Rechner mit Zugang zum Internet. Während über die sogenannte Zero Day-Sicherheitslücke lediglich 0,1 Prozent der Malware-Attacken erfolgen, ist die Gefahr durch nicht mehr aktuelle Browser erheblich höher. Schadsoftware ziele zunehmend auf veraltete Software, die Schwachstellen aufweise.

Um Internetsurfer sensibler für die Gefährdung ihres Rechners durch veraltete Browser zu machen, hat Microsoft zusammen mit den Partnern Anti-Phishing League, Identy Theft Council und der Online Trust Alliance die neue Webseite yourbrowsermatters.org gestartet. Auf der Homepage des kostenlosen Services können Websurfer mehr über die Sicherheit der von ihnen eingesetzten Surf-Software erfahren. Die Browser werden entsprechend auf einer Skala von 0 bis 4 gerankt.

Wenig überraschend, dass der Internet Explorer 9 aus dem Hause Microsoft mit einem Sicherheitsranking von 4, dem Bestwert, als sicherster Browser eingestuft wird. Chrome schafft 2,5, Firefox 2.0. Der Opera-Browser wird dagegen erst gar nicht erkannt.

Malware-Bedrohungslage in Deutschland verbessert

Für Deutschland weist die Microsoft Sicherheitsstudie übrigens einen positiven Trend aus. Die Bedrohung durch Malware ist im ersten Halbjahr dieses Jahres merklich zurückgegangen. Nur auf rund 3 von 1.000 gescannten Rechnern in Deutschland wurde im zweiten Quartal Schadsoftware gefunden. Besonders häufig, auf rund 45 Prozent der untersuchten Rechner, ist hierzulande Adware anzutreffen, deutlich mehr als im weltweiten Durchschnitt. Während deutsche Computer im globalen Vergleich weniger von Würmern und Viren befallen sind, fühlen sich Trojaner, Programme zum Passwort-Klau und Backdoor-Malware auf deutschen Rechnern dagegen sichtlich wohl.

Auf einer Hintergrundseite haben wir Tipps für die Sicherheit im Internet zusammengestellt.

(Jörg Schamberg)

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