IT-Sicherheit mit Zertifikat

"Made in Germany": Erste Cloud-Anbieter erhalten neues Datenschutz-Zertifikat

Mehr Sicherheit: Ein neuer Prüfstandard für Cloud-Anbieter soll insbesondere für kleinere Unternehmen mehr Rechtssicherheit bieten.

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Essen - Im Zuge des "Trusted Cloud"-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurde ein neuer Prüfstandard entwickelt. Die Zertifikate werden von der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) ausgestellt und sind zwei Jahre lang gültig.

"Trusted Cloud Datenschutzprofil" für mehr Sicherheit

Ein neues Sicherheits-Zertifikat namens "Trusted Cloud Datenschutzprofil" (TCDP) soll in Zukunft Unternehmen eine verlässliche Orientierung geben, ob ein Cloud-Anbieter die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz in Deutschland erfüllt. Der Standard schafft insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen Rechtssicherheit, wenn diese externe Cloud-Anbieter einsetzen. Bislang mussten die Firmen selbst Cloud-Dienstleister auf Datenschutz-Konformität überprüfen.

Weiterhin erläutert TÜViT-Geschäftsführer Dirk Kretzschmar: "Nicht nur für Mittelständler stellen Zertifikate nach dem Trusted Cloud Datenschutzprofil eine erhebliche Entlastung dar. Bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters ist dank des Zertifikats nun sofort erkennbar, bei welchem Provider ein Unternehmen datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite ist."

Zwei Jahre Entwicklung

Den Anfang machen die beiden Unternehmen Versicherungswirtschaftlicher Datendienst GmbH (VDG) und die Uniscon GmbH, die zuerst das Zertifikat erhalten haben. Die Grundlagen-Entwicklung des Trusted Cloud Datenschutzprofils hat laut TÜViT zwei Jahre gedauert.

Marcel Petritz

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