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LTE-Ausbau bei der Telekom geht weiter

Um schnelles Internet auch aufs Land zu bringen, schiebt die Telekom den LTE-Ausbau als DSL-Alternative weiter an. Außerdem werden die UMTS-Bandbreiten in einigen Regionen auf 42,2 Mbit/s hochgeschraubt.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Neben der Netztechnik in den DSL-Verteilerkästen bringt die Deutsche Telekom momentan schrittweise auch die elektronischen Bauteile der Mobilfunkmasten auf den neuesten Stand der Technik. Allerdings heißt der Heilsbringer für die Luft nicht Glasfaser oder VDSL, sondern LTE.

Neuer Standard, neue Bandbreiten

Der neue 4G-Standard "Long Term Evolution", kurz LTE, ermöglicht in der Theorie Bandbreiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) über das Mobilfunknetz. Dies ist besonders interessant für Regionen, in denen eine kabelgebundene Internetverbindung mit hohen Geschwindigkeiten nicht verfügbar ist. Außerdem profitieren in Ballungszentren Nutzer des mobilen Internet von hohen Bandbreiten, kürzeren Ladezeiten, höherer Effizienz und folglich steigender Produktivität, insbesondere im Geschäftskundenbereich. Der Fokus liegt bei der Telekom allerdings momentan in der Vermarktung von LTE als DSL-Alternative, "Call & Surf Comfort via Funk" genannt. Der Bonner Konzern bietet hier derzeit aber nur Bandbreiten von bis zu 7,2 Mbit/s an.

Die neue 4G-Technologie erfordert eine Aufrüstung des bestehenden Mobilfunknetzes, die Investitionen und Umbaumaßnahmen seitens des Netzbetreibers erforderlich machen. Über genau solche Aktivitäten seitens der Telekom dürfen sich nun Kunden in Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein freuen. Die Telekom stellt hier zunächst bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung, auch wenn LTE theoretisch weitaus höhere Datenraten erlaubt.

Datenturbo für Teile Niedersachsens

Konkret handelt es sich in Niedersachsen um die Städte Bothel und Vechta. Hier ist ab sofort LTE nutzbar und "Call & Surf Comfort via Funk" buchbar. Neben dem LTE-Ausbau findet in den Städten Barver, Sassenburg, Staufenberg und Uetze eine Hochstufung der maximalen UMTS-Geschwindigkeit auf bis zu 42,2 Mbit/s statt. Diese Bandbreite kann auch mit handelsüblichen UMTS-Smartphones erreicht werden.

Neben den niedersächsischen Städten ist auch die schleswig-holsteinische Stadt Klempau ab sofort mit LTE ausgerüstet. Nach Ankündigung der Telekom wird der Landkreis Mittelsachsen (Sachsen) ebenfalls LTE-fähig - allerdings erst bis Dezember 2013. Neugierige und Interessenten können die LTE-Verfügbarkeit deutschlandweit auf den Internetseiten der Telekom prüfen.

Die Kosten für das Komplettpaket "Call & Surf via Funk" belaufen sich auf 39,95 Euro pro Monat. Neben einer Telefonflat für das deutsche Festnetz ist auch eine Internet-Flatrate inbegriffen - allerdings wird bei einem Datentransfer von mehr als zehn Gigabyte die Geschwindigkeit für den Rest des Monats auf 384 Kilobit pro Sekunde gedrosselt. Die erforderliche Hardware vertreibt die Telekom zum Preis von 249,99 Euro (Speedport LTE) - alternativ kann das Endgerät allerdings auch für 6,95 Euro pro Monat gemietet werden.

(Michael Müller)

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