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Kobo: Neuer E-Book-Reader mit Licht, Mini-Reader & Tablet-PC

Der kanadische Hersteller Kobo hat zwei neue E-Book-Reader sowie einen Tablet-PC vorgestellt. Neues E-Ink-Flaggschiff ist der "Kobo Glo" mit Touchscreen, HD-Display und integrierter Beleuchtung. Ebenfalls neu sind der 5-Zöller "Kobo Mini" und das 7-Zoll-Tablet "Kobo Arc".

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Während die Branche mit Spannung auf Produktneuheiten von Amazon wartet, hat einer der größten Konkurrenten des Online-Händlers im E-Book-Sektor, Kobo, bereits ordentlich vorgelegt und zwei E-Ink-Lesegeräte sowie ein Tablet präsentiert: die Modelle Kobo Glo, Kobo Mini und Kobo Arc.

Neues Kobo-Flaggschiff "Glo"

Als neues Flaggschiff der E-Reader fungiert der 185 Gramm schwere Kobo Glo - ein 6-Zöller, der nicht nur über eine eingebaute Display-Beleuchtung (ComfortLight) verfügt, sondern auch mit einer vergleichsweise hohen Auflösung von 1.024x768 Pixeln bei 16 Graustufen punkten kann. Der bisherige Standardwert von Kindle und Co. liegt bei 800x600 Pixeln; auch der erst vor wenigen Wochen vorgestellte Sony-Reader PRS-T2 macht da keine Ausnahme und wirkt angesichts des Kobo-Modells bereits reichlich antiquiert.

Einzig der bereits etwas ältere iRiver Story HD bietet hier Vergleichbares, ist aber wiederum nicht per Touchscreen bedienbar. Der Bildschirm des Glo ist zudem vollständig glasfrei und soll daher weder Fingerabdrücke annehmen noch Spiegelungen erzeugen. Auf physische Tasten zum Blättern haben die Kanadier erneut verzichtet. Neben dem Ein-Aus-Schalter findet sich lediglich ein Knopf für die zuschaltbare Beleuchtung.

1-GHz-CPU und 2 GB Speicherplatz

Unter der Haube setzt Kobo auf einen 1-Gigahertz-Prozessor vom Typ Freescale Solo 6 und 2 Gigabyte (GB) Speicherplatz, der zwar nur zur Hälfte genutzt werden kann, sich per micro-SD-Karte aber um bis zu 32 GB erweitern lässt. Inhalte lassen sich wahlweise direkt per WLAN-Schnittstelle (820.11 b/g/n) aus dem integrierten Kobo E-Book-Store herunterladen oder über ein USB-Kabel vom PC aus beziehen. Gekaufte E-Books werden dabei automatisch in der Kobo Cloud gesichert und sind so vor Verlust geschützt. Über eine Synchronisationsfunktion und die kostenlosen Kobo eReading Apps lässt sich die gesamte persönliche Bibliothek zudem auch auf Smartphone, Tablet oder PC abrufen. Zu den unterstützten Formaten zählen (per Adobe DRM kopiergeschützte) ePUB-E-Books, TXT- und PDF-Dateien, die Bildtypen JPEG, GIF, PNG und TIFF sowie HTML, RFT, CBZ und CBR. Anders als bei Amazons Kindle lassen sich dabei auch verbreitete digitale Bibliotheksangebote wie "Onleihe" nutzen.

Die Buchdarstellung lässt sich in sieben Schriftarten mit jeweils 24 Größen anpassen. Unbekannte Begriffe in fremdsprachigen Werken erklärt bei Bedarf ein integriertes Wörterbuch. Darüber hinaus finden sich unter anderem eine Lesezeichen- und Markierungsfunktion sowie Twitter- und Facebook-Anbindung. Die Akkulaufzeit des Kobo Glo liegt nach Hersteller-Angaben bei maximal einem Monat – vorausgesetzt auf WLAN und Licht wird verzichtet. Wer es dennoch illuminiert mag, muss laut Kobo spätestens nach zwei bis drei Tagen eine Steckdose aufsuchen. Das Gehäuse ist in schwarz und weiß zu haben. Für die Rückseite stehen zudem sogenannte SnapBacks zur Verfügung – wechselbare Cover, die in den Farben Pink, Blau, Silber oder Schwarz erhältlich sind. Weltweit käuflich zu erwerben ist der Glo-Reader zum Preis von 129,99 Euro ab Oktober.

Als E-Book-Reader im Hosentaschen-Format positioniert Kobo den Mini. Das ab Oktober in Schwarz respektive Weiß erhältliche 5-Zoll-Gerät verfügt über einen entspiegelten E-Ink-Touchscreen mit 16 Graustufen und wiegt lediglich 134 Gramm.

Klein und leicht – der Kobo Mini

Wie beim Schwestermodell Kobo Glo kann die Rückseite wechselbaren SnapBacks bestückt werden. Zur Auswahl stehen hier die Farben Rubinrot, Violett und Türkis. Zur Auflösung der Anzeige macht Kobo keine expliziten Angaben – wahrscheinlich sind aber 800x600 Pixel. Die weitere Ausstattung umfasst eine 800-Megahertz-CPU, 2 GB Speicherplatz, der sich allerdings nicht erweitern lässt sowie WLAN in den Standards 802.11 b/g/n. Unterstützt werden (DRM-geschützte) E-Books mit ePUB-Endung sowie die Formate PDF, JPEG, GIF, PNG, TIFF, TXT, HTML, RFT, CBZ und CBR.

Bücher können direkt vom Gerät aus im Kobo Store erworben werden. Die Darstellung ist in sieben Schriftarten mit 24 Schriftgrößen anpassbar. Ebenfalls vorhanden sind unter anderem ein Wörterbuch, Lesezeichen- und Markierungsfunktion sowie Facebook- und Twitter-Anbindung.

Auch der Kobo Mini muss mit Ausnahme eines Ein-Aus-Schalters ohne physische Tasten auskommen. Das Blättern erfolgt allein über den Bildschirm. Die Akkulaufzeit soll mit deaktiviertem WLAN mehr als zwei Wochen betragen. Als unverbindliche Preisempfehlung nennt Kobo 79,99 Euro. Weitere Informationen bietet Hersteller-Homepage.

Als drittes Gerät offeriert Kobo ab November den 364 Gramm schweren Tablet-PC Arc. Der mit Android 4.0 bestückte Flachrechner im 7-Zoll-Format verfügt über einen Doppelkern-Prozessor mit 1,5-Gigahertz Taktrate (OMAP 4470), der von 1 GB RAM flankiert wird und ist wahlweise mit 8 oder 16 GB Speicherplatz erhältlich.

7-Zoll-Tablet mit HD-Display

Das kratzfeste, 7 Zoll große IPS-HD-Display erreicht eine Auflösung von 1.280x800 Bildpunkten bei 16,4 Millionen Farben. Ebenfalls mit an Bord sind eine frontseitig verbaute HD-Kamera (720p) mit 1,3-Megapixeln, Bewegungs- und Lichtsensor sowie WLAN-Modul (820.11 b/g/n) inklusive WiFi-Direct-Unterstützung. Auch Dual-Lautsprecher, Mikrofon und 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse sind vorhanden.

Für das einfache Ordnen und Auffinden von ePUB-E-Books sowie anderen Inhalten bietet der Kobo Arc eine neu entwickelte Oberfläche, genannt "Galerien". Die Anwendung soll die Vorlieben des Nutzers bei Videos, Filmen, Büchern oder auch Internetseiten kennenlernen und automatisch passende Vorschläge liefern. Zur bereits vorinstallierten Software zählen neben diversen Google-Apps darüber hinaus auch Facebook, Twitter und Skype. Der Nutzer hat zudem vollen Zugriff auf den Google-Play-Store.

Die maximale Akkulaufzeit beträgt nach Herstellerangaben zehn Stunden bei kontinuierlicher Lese- oder Videonutzung mit ausgeschalteter WLAN-Schnittstelle. Im Stand-by soll das Tablet mehr als zwei Wochen durchhalten, bevor frische Energie zugeführt werden muss. Auch das Arc ist wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich; dazu bietet Kobo zwei austauschbare SnapBacks in Blau und Violett. Für die 8-GB-Variante verlangen die Kanadier 199,99 Euro; die 16-GB-Version ist für 249,99 Euro zu haben. Weitere Details sind unter www.kobobooks.de abrufbar.

(Christian Wolf)

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