Glasfaserausbau

KEVAG Telekom: Highspeed-Internet mit 300 Mbit/s für erste Gemeinde im Westerwald

Die Anwohner von Wallmerod im Westerwald können nun dank des Glasfaserausbaus der KEVAG Telekom Highspeed-Internetanschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 300 Mbit/s nutzen. Das Glasfasernetz für den Westerwaldkreis soll bereits 2017 komplett fertiggestellt sein - zwei Jahre früher als geplant.

Highspeed InternetDie KEVAG Telekom treibt den Glasfaserausbau im Westerwaldkreis voran.© Silvano Rebai / Fotolia.com

Berlin/Koblenz – Deutschland hinkt bei der Verbreitung von Glasfaseranschlüssen im internationalen Vergleich noch hinterher. Dennoch treiben regionale Provider hierzulande an vielen Orten den Glasfaserausbau voran. Sei es etwa beispielsweise im Raum Köln durch NetCologne (www.netcologne.de) oder in Bayern durch M-net (www.m-net.de). Der Koblenzer Telekommunikationsanbieter KEVAG Telekom (KTK), Mitglied im Branchenverband BREKO, bietet nun laut einer gemeinsamen Mitteilung von KTK und BREKO in einer ersten Gemeinde im Westerwald bis zu 300 Mbit/s schnelle Glasfaseranschlüsse an.

Triple-Play-Paket mit 300 Mbit/s für rund 100 Euro monatlich

Das Highspeed-Angebot ist bereits seit dem 25. Februar in der Westerwälder Ortsgemeinde Wallmerod sowie in Berod, Molsberg und Zehnhausen verfügbar und wurde am Mittwoch, 9. März, auch offiziell in Betrieb genommen. Der schnelle Internet-Anschluss lässt sich im Rahmen des Tarifs "Combi TV Plus 300" nutzen. Das Angebot für 99,99 Euro monatlich umfasst eine bis zu 300 Mbit/s schnelle Internet-Flat, der Upload liegt allerdings lediglich bei maximal 10 Mbit/s. Inklusive sind zudem eine Festnetz-Flat sowie ein TV-Angebot. Einmalig fällt ein Bereitstellungsentgelt in Höhe von 79,95 Euro an. Eine Fritz!Box 6490 erhalten Neukunden für einmalig 109,95 Euro.

Weitere Gemeinden des rheinland-pfälzischen Landkreises sollen schrittweise folgen und an das Glasfasernetz angeschlossen werden. "Wir bauen derzeit den 'Westerwald-Backbone'. Mit dem Ausbau des über 250 km langen Glasfasernetzes werden wir schon 2017 fertig sein. Ursprünglich war der Abschluss dieses Projektes erst 2019 geplant", erläutert KTK-Geschäftsführer Bernd Gowitzke.

Investitionen von 25 Millionen Euro

Die Gesamtinvestition für den Glasfaserausbau der KTK und ihres Gesellschafters Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) beträgt 25 Millionen Euro. Bereits 2006/2007 hatte die KTK das Kabelfernsehnetz zu einem rückkanalfähigen Breitbandnetz ausgebaut. "Jetzt sind wir durch den Glasfaserausbau in der Lage, die Ortsnetze an die Glasfaser anzuschließen und so die enormen Potentiale unseres Breitbandkabel-Netzes zu aktivieren", so KTK-Geschäftsführer Gowitzke.

Lob vom BREKO-Verband

Auch der BREKO-Verband zeigt sich erfreut über den schnellen Fortschritt des Glasfaserausbaus im Westerwaldkreis. "Mit seinem noch einmal intensivierten Glasfaserausbau stellt unser Mitgliedsunternehmen KEVAG Telekom Bürgern und Unternehmen im Westerwald ultraschnelle Breitbandanschlüsse zur Verfügung", lobt BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers. "An diesem Beispiel wird ganz deutlich: Die alternativen Netzbetreiber unseres Verbands sind direkt vor Ort und treiben den Glasfaserausbau im Schulterschluss mit Städten und Kommunen auch und gerade in unterversorgten, meist ländlichen Regionen voran", betont Albers.

Jörg Schamberg

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