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Insolvenz von Telogic - Folgen für die Bundeswehr

Weil Telogic auch mit der EADS-Tochter Astrium zusammenarbeitete, kam es für die in Afghanistan stationierten Soldaten der Bundeswehr zu Problemen bei der Nutzung von SMS-Diensten. Die Deutsche Telekom half.

Internet© Victoria / Fotolia.com

Die Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens bei Telogic und die damit verbundenen Folgen hatten kurzzeitig auch Auswirkungen für die in Afghanistan stationierten Soldaten der Bundeswehr. Die EADS-Tochter Astrium griff für die so genannte Betreuungskommunikation im Einsatz zum Teil auf Leistungen vom Telogic zurück und konnte am vergangenen Freitag die Nutzung von SMS und anderen Mobilfunkleistungen nicht mehr zur Verfügung stellen.

Routing blockiert

Telogic habe Astrium einen Telefonnummernblock für die Einsätze im Einsatzgebiet ISAF zur Verfügung gestellt, das Routing (technische Weiterleitung) aber aufgrund der Insolvenz nicht aufrecht erhalten können. Dadurch seien verschiedene ein- und ausgehende Mobilfunkdienste zwischenzeitlich blockiert gewesen, teilte die Bundeswehr mit. Mit Unterstützung der Deutschen Telekom habe man das Problem beseitigen können.

Verteidigungsminister de Maizière zeigte sich mit der schnell gefundenen Lösung sehr zufrieden: "Ich bin der Deutschen Telekom sehr dankbar, dass sie im Sinne unserer Soldaten und Soldatinnen im Auslandseinsatz zu einer schnellen und unkomplizierten Lösung des Problems beigetragen hat."

Telefonische und schriftliche Anfragen unserer Redaktion an Telegic zur Strategie für die Zukunft blieben bis zur Stunde unbeantwortet.

(Hayo Lücke)

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