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Im Überblick: Konkurrenz für den Eee PC von Asus

Der Eee PC, das Mini-Notebook für 299 Euro, kommt bei der Kundschaft so gut an, dass immer mehr Hersteller auf den Zug der kleinen Günstig-Rechner aufspringen. Wir zeigen und vergleichen die verschiedenen Modelle.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com
Asus hat mit dem Eee PC einen Trend zu kleinen und günstigen Notebooks ausgelöst. Während der weiße Mini anfangs noch allein den Markt beherrschte, versuchen nun immer mehr Hersteller mit eigenen "Taschenrechnern" die Kunden zu begeistern. Welche Modelle gibt es und welche Ausstattung bieten sie im Vergleich zum Eee PC? Die Redaktion von onlinekosten.de verschafft einen Überblick und packt die verschiedenen Konkurrenten in eine Tabelle.

Der Eee ist gewachsen

Ausgangspunkt ist der Eee PC mit 7-Zoll-Display bei einer Auflösung von 800x480 Pixel mit Linux-Betriebssystem. Die Ausstattung: Intel Celeron Prozessor mit 900 Megahertz (MHz), 512 Megabyte (MB) Arbeitsspeicher und vier Gigabyte (GB) Flashspeicher. Mittlerweile hat Asus den Eee weiterentwickelt. Der ursprünglich für 299 Euro angebotene Laptop ist gewachsen, heißt nun Eee PC 900 und bietet einen 8,9 Zoll großen Bildschirm. Der Arbeitsspeicher hat sich auf ein GB verdoppelt, mehr Speicherplatz ist ebenfalls an Bord. Die Kosten sind leider auch gestiegen – auf 399 Euro. Eine Windows-Version soll gegen einen Aufpreis erhältlich sein und die nächste Generation steht mit Intels Atom-Prozessor, WiMAX sowie HSDPA in den Startlöchern. Künftig wird der Eee noch größer: Asus plant eine 10-Zoll-Variante.

XS-Notebook mit 30 GB

Nun zum ersten Konkurrenzen – dem EasyNote XS von Packard Bell, den die Redaktion bereits getestet hat. Der XS mit Windows XP ist mit einem Preis von 599 Euro doppelt so teuer, liefert dafür jedoch eine bessere Ausstattung, wie zum Beispiel ein GB Arbeitsspeicher, 30 GB Festplattenspeicher und einen VIA C7-M Prozessor mit 1,2 Gigahertz (GHz). Auffällig ist die Anordnung des Touchpads: Anstatt unter die Tastatur hat Packard Bell die berührungsempfindliche Fläche oben rechts platziert, die Tasten für den Rechts- und Linksklick liegen gegenüber. So kann der Nutzer das Notebook wie eine tragbare Spielkonsole in der Hand halten und bedienen. Ein weiterer namhafter Hersteller, der mit einem Mini-Notebook aufwartet, ist Hewlett-Packard (HP). Das 8,9-Zoll-Display des Mini-Note 2133 zeigt eine höhere Auflösung als die beiden vorgenannten – 1280x800 Pixel. In den Varianten mit Suse Linux oder Windows Vista Home Basic kommt auch hier die VIA-CPU mit 1,2 GHz zum Einsatz. Die Business-Version kommt mit einem 1,6-GHz-Prozessor und zwei GB RAM, während sich die beiden anderen Modelle auf ein GB beschränken. Soviel Leistung hat ihren Preis: Zwischen 499 und 749 US-Dollar wird HP verlangen.

Laptop für 99 Pfund

Wieder günstiger ist der Elonex One, der sich vom Eee vor allem durch die schwächere Leistung unterscheidet. Im leicht klobigen Gehäuse, das wahlweise schwarz, weiß, silber, pink oder grün ist, stecken in der Basisversion ein 300-MHz-Prozessor, 128 MB RAM sowie ein GB zum Speichern von Daten. Der One zeichnet sich durch zwei Dinge aus: Er kostet nur 99 britische Pfund und kann auch ohne Tastatur als Tablet-PC genutzt werden. Hierzu befindet sich ein zweiter Mausersatz auf der Rückseite. Als günstige Schreibmaschine für unterwegs wäre dieses Notebook sicherlich eine Alternative. Leider ist es aber nur in Großbritannien erhältlich. Extrem ähnlich – sowohl innen als auch außen – ist der Genie von Gecube. Dieses Modell soll wahlweise mit 7- oder 10-Zoll-Display zu haben sein und unter 300 Euro kosten.

Intel Classmate PC

Der neue Classmate PC von Intel erinnert ein bisschen an den XO von OLPC: Auch dieser Rechner wurde ursprünglich für Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern konzipiert. Nun soll er in der zweiten Generation auch die Vereinigten Staaten und Europa erobern. Intel fertigt die so genannten "Netbooks" nicht selbst, stattdessen können die Hersteller verschiedene Versionen anbieten. Die Top-Ausführung mit 9-Zoll-Bildschirm basiert auf einem Intel Celeron Prozessor und bringt 512 MB RAM sowie eine 30-GB-Festplatte mit. Genaue Termine und Preise gibt es noch nicht, laut einer Intel-Managerin soll der neue Classmate für unter 300-US-Dollar angeboten werden. Bunte Wettbewerber gibt es außerdem von Van der Led. Die Modelle mit dem ungewöhnlichen Namen Jisus mit 8,9 Zoll großem Bildschirm basieren auf einer ähnlichen Ausstattung wie der ursprüngliche Eee PC. Im Onlineshop des Herstellers können die niedlichen Laptops für 299,95 Euro in grün und weiß bestellt werden.

Konkurrenz vom "jupiter"

Auch Fukatos kleines Linux-Notebook trägt einen besonderen Namen: jupiter 0817a. Das 8-Zoll-Modell mit 20 GB Speicherplatz und 512 MB Arbeitsspeicher soll ab Ende Mai für 279 Euro über die Ladentheke wandern. Den Takt gibt hier ein Prozessor an, der einem bei der Eee-Konkurrenz bislang nicht über den Weg gelaufen ist: ein AMD Geode LX 800 mit 500 MHz. Weitere Konkurrenz liefern E-Lead mit dem Noahpad UMPC und Belinea mit dem s.book1. Darüber hinaus bläst dem kleinen und günstigen Eee Wind von MSI entgegen und eine Wolke namens CloudBook Max von Everex zieht auf. Neue Modelle soll es zum Beispiel auch von InkMedia, 3K Computers, Medion und Dell geben. Zu den beiden letztgenannten sind jedoch bislang noch keine genauen Daten und Termine bekannt.

Alle Modelle im Überblick

(Saskia Brintrup)

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