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IEEE: WLAN-Standard 802.11n verabschiedet

Sechs Jahre lang hatte der Standard nur in Entwurfsfassungen vorgelegen, nun wurde er vom IEEE Standard-Board offiziell verabschiedet. 802.11n erlaubt einen Datendurchsatz von bis zu 300 Mbit/s.

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Die kabellose Nutzung des Internets per WLAN ist weit verbreitet, aktuelle WLAN-Router nutzen meist schon den Standard 802.11n. Die zugrunde liegenden Spezifikationen lagen bislang jedoch nur in einer Entwurfsfassung vor. Das Standards Board des zuständigen Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) hat den Standard nun endgültig offiziell ratifiziert.

Standard auf 560 Seiten

Seit 2003 war eine IEEE-Arbeitsgruppe damit beschäftigt, die Kriterien für den Nachfolger des Standards 802.11g festzulegen. Definiert wurde die kabellose Datenübertragung nun in einem 560-seitigen Papier mit dem Titel "WLAN Enhancements for Higher Throughput". Die Hardware-Hersteller hatten allerdings nicht bis zur endgültigen Verabschiedung einer einheitlichen Industrienorm warten wollen.

Draft n-Geräte bleiben kompatibel

Der Branchenverband Wi-Fi Alliance hatte daher bereits vor zwei Jahren Geräte auf Basis des Entwurfs Draft n zugelassen. Diese sollen zu dem jetzt verabschiedeten endgültigen Standard kompatibel sein. Die Bandbreite von Geräten nach 802.11n ist mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) rund zehnmal höher als die älterer Standards. Erweiterungen von 802.11 n erlauben theoretisch sogar Datendurchsätze von bis zu 600 Mbit/s. Bei 802.11g lag die maximale Bandbreite noch bei 54 Mbit/s.

WLAN nach dem n-Standard nutzt mehrere Funk-Antennen (MIMO-Technologie). Nach Angaben des IEEE werden täglich weltweit rund eine Million WLAN-Geräte nach Standard 802.11 ausgeliefert.

(Jörg Schamberg)

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