Bezahlmodell der Zukunft?

"Ich zahle mit Google": Internetriese testet "Hands Free Payments" in den USA

Google experimentiert in den USA derzeit mit "Hands Free Payments", bei denen Kunden an der Kasse mit dem simplen Hinweis "Ich zahle mit Google" den Einkauf abrechnen können.

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Berlin - Portemonnaie, Karten und selbst das Smartphone können in der Tasche bleiben. Das ist der Vorteil eines neuen Handy-Bezahldienstes, den Google nun in den USA testet, der hierzulande aber vermutlich Datenschutz- und Sicherheitsbedenken wecken würde. Bei "Hands Free Payments" ist der Name Programm: An der Kasse genügt bei teilnehmenden und entsprechend ausgestatteten Händlern der einfache Hinweis "Ich zahle mit Google".

Ohne Smartphone geht nichts

Technisch läuft die Zahlung im Hintergrund über eine auf dem Handy installierte App, Bluetooth, WLAN, GPS- und Mobilfunkzellenortung sowie weitere Smartphone-Sensoren ab.

Der Kassierer überprüft die Identität des Käufers dann nur noch anhand des Fotos und fragt den Kunden nach seinen Initialen, die im Profil des Dienstes hinterlegt werden müssen. Das Unternehmen experimentiert nach eigenen Angaben aber auch schon mit Kameras, um das Erkennen der Kunden zu automatisieren.

Die Kamerabilder werden laut Google gleich wieder gelöscht, können nicht vom Händler eingesehen und auch nicht an Server des Internetkonzerns gesendet oder gespeichert werden. Zudem soll der Händler nie die vollständigen Kreditkartendaten erhalten. Zugriff auf alle Kaufdetails haben aber natürlich Google und der Zahlungsdienstleister. Um Missbrauch vorzubeugen, erhält man nach jeder Transaktion eine Nachricht aufs Smartphone.

Marcel Petritz / Quelle: DPA

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