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Huawei und ZTE in USA unter Spionageverdacht

Die chinesischen Netzwerkausrüster lösen in den USA große Sicherheitsbedenken aus. Dies geht so weit, dass vor Übernahmen und Fusionen mit den Chinesen gewarnt wird. Mit transatlantischen Spannungen ist zu rechnen.

Smartphone© goodluz / Fotolia.com

In den USA weht den chinesischen Mobilfunk-Ausrüstern und Endgeräte-Herstellern ZTE und Huawei ein starker Wind entgegen. Einige Abgeordnete gehen sogar so weit, die Unternehmen als "Sicherheitsbedrohung" darzustellen. Das berichtet der britische Guardian unter Berufung auf einen unveröffentlichten Bericht des Geheimdienstausschusses.

Schwere Vorwürfe

Amerikas Unternehmen sollten Geschäfte mit Chinas führenden Technologiekonzernen meiden, da diese eine Bedrohung für die innere Sicherheit der USA darstelle, heiße es in einem parteiübergreifenden Bericht des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses, der am Montag veröffentlicht werden soll. Außerdem solle die Regulierungsbehörde Übernahmen von US-Firmen sowie Fusionen durch ZTE oder Huawei untersagen. Das Gremium setzt sich weitgehend aus republikanischen Abgeordneten zusammen.

Der chinesische Netzwerkausrüster Huawei zeichnet sich im britischen Königreich für das schnelle LTE-Netz des Zusammenschlusses von Orange / T-Mobile sowie Teile des Mobilfunknetzes von British Telecom verantwortlich. Nach Angaben des Guardian sei der Quellcode der Huawei-Endgeräte von britischen Spezialisten bereits auf Hintertüren untersucht und als sicher eingestuft worden. Hinter dem schwedischen Ericsson-Konzern ist Huawei in kürzester Zeit zum zweitgrößten Netzwerkausrüster weltweit herangewachsen und gehört zu den renommiertesten chinesischen Unternehmen. Es ist das erste multinationale Unternehmen aus China, das westliche Technologiekonzerne auf ihren Heimatmärkten schlägt. Transatlantische Spannungen zwischen den USA und China dürften somit zeitnah folgen.

Sowohl ZTE als auch Huawei kommentierten die Vorwürfe als nicht haltbar. Huawei sei ein global respektiertes Unternehmen, das großes Vertrauen genieße, sagte der Huawei-Vizepräsident für Auslandsangelegenheiten William Plummer in Hinblick auf Vorwürfe durch den Geheimdienstausschuss, beide Unternehmen hätten den Zugang zu Informationen verwehrt und so die Untersuchung erschwert. ZTE hingegen widersprach den Vorwürfen "zutiefst" - ZTE sollte nicht der Fokus dieser Investigation sein, schließlich seien viel größere westliche Unternehmen davon ausgeschlossen gewesen.

Skepsis nicht neu

Es sind nicht die ersten Zweifel westlicher Mächte gegenüber den chinesischen Kommunikations-Spezialisten. Neben den jüngsten Aussagen und Ängsten in den USA wurden bereits Geschäfte in Australien und Deutschland aus "Sicherheitsbedenken" abgewehrt oder gar nicht erst verhandelt.

(Michael Müller)

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