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HTC stellt "Windows Phone 8X" und "8S" vor - Partnerschaft mit Microsoft

Auch HTC bleibt der Windows-Welt treu. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Microsoft stellte der Smartphone-Hersteller seine ersten beiden Geräte mit Windows Phone 8 vor. Die Unternehmen erklärten zudem, bei der Vermarktung der Geräte miteinander zu kooperieren.

Microsoft© Microsoft

Nach Samsung und Nokia hat nun auch HTC seine ersten beiden Smartphones auf Basis von Windows Phone 8 vorgestellt. Gleichzeitig überraschten die Taiwaner mit einer weiteren Ankündigung, die vor allem Nokia schwer im Magen liegen dürfte: Im Rahmen einer Vermarktungskooperation mit Microsoft erhalten die neuen Modelle den Status als sogenannte "signature devices" und gelten damit als offizielle Botschafter der neuen Windows-Phone-Generation. Ein spezifisches Microsoft-Branding ist allerdings nicht vorgesehen, auch bei der Entwicklung hatte allein HTC die Zügel in der Hand. So bleibt noch der Name, um auf die exklusive Rolle hinzuweisen. Als neues Flaggschiff fungiert dementsprechend der 4,3-Zöller "Windows Phone 8X by HTC", die preisgünstigere Variante im 4-Zoll-Format kommt hingegen als "Windows Phone 8S by HTC" auf den Markt. Onlinekosten.de hatte bereits Gelegenheit, beide Neuzugänge in Augenschein zu nehmen.

Buntes Polycarbonat und Super-LCD-2-Display

Auffällig: Wie der finnische Konkurrent bei seiner Lumia-Reihe setzt auch HTC in Sachen Gehäuse vollständig auf knallbunt gefärbtes Polycarbonat, dass sich nicht nur griffig anfühlt, sondern auch insgesamt recht hochwertig anmutet. Der Korpus des 130 Gramm schweren und 132 x 66 x 10 Millimeter messenden "8X" wurde aus einem Stück gefertigt, in das sich das Display nahezu nahtlos einpasst. Die mit 1.280 x 720 Pixeln und 341 pixel per inch (ppi) auflösende HD-Anzeige vom Typ Super LCD 2 wird zudem von Cornings Gorilla Glass 2 vor Kratzern geschützt. Eine Spezialbeschichtung soll zwar unerwünschte Spiegelungen reduzieren, stößt aber bei hellem Umgebungslicht schnell an ihre Grenzen. Oberhalb des Bildschirms befindet sich eine Chatkamera mit einer Auflösung von 2,1-Megapixeln, die Aufnahmen im Weitwinkel von 88 Grad ermöglichen soll und auch HD-Videos mit 1080p aufzeichnen kann.

Seitlich finden sich neben dem Ein-Ausschalter ebenso eine Lautstärkewippe sowie ein physischer Kameraauslöser. Auf der Rückseite stechen neben einer zweiten Kamera mit 8 Megapixeln, Auto-Fokus, BSI-Sensor für schlechte Lichtverhältnisse und LED-Blitzlicht vor allem der dominante Firmenschriftzug sowie das über dem Lautsprecher angebrachte Beats-Logo ins Auge. Letzteres verweist einerseits auf mitgelieferte Beats Audio-Technologie inklusive Extra-Verstärker, andererseits auf die Anschlussmöglichkeit der spezifischen Kopfhörer über die 3,5-Millimeter-Buchse. Im Lieferumfang enthalten ist allerdings lediglich ein Standard-Headset.

LTE-Version nur für den US-Markt

Die weitere Ausstattung des "8X" umfasst einen Doppelkern-Prozessor vom Typ Qualcomm Snapdragon S4 (MSM8260A) mit 1,5 Gigahertz (Ghz) Taktrate pro Kern und Adreno-GPU, 1 Gigabyte (GB) RAM sowie 16 GB nicht erweiterbaren Speicherplatz. Darüber hinaus finden sich NFC-Unterstützung, Bluetooth 2.1+EDR, GPS/GLONASS, Digital-Kompass sowie Sensoren für Umgebungslicht, Lage und Bewegung. Für den Zugang zum mobilen Internet sorgen WLAN in den Standards 802.11b/g/n auf dem 2,4- sowie 5-GHz-Band sowie UMTS/HSPA+ mit einer maximalen Transferrate von 42 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download und bis zu 5,76 Mbit/s in Upload-Richtung. In den Genuss des Highspeed-Standards LTE kommen vorerst lediglich US-Nutzer. Ein Firmensprecher erklärte allerdings gegenüber unserer Redaktion, dass es voraussichtlich auch hierzulande eine LTE-Version des "8X" geben werde, sobald die entsprechende Infrastruktur großflächig zur Verfügung stehe.

Ausschließlich den Microsoft-Vorgaben für Windows Phone 8 geschuldet ist die völlige Abstinenz der spezifischen HTC-Sense-Oberfläche. Lediglich die großformatige Uhrzeit- und Wetteranzeige auf der Startseite findet sich in optisch stark vereinfachter Form wieder. Zudem beherrschen die neuen Geräte HTC-typische Features wie die plötzliche Stummschaltung in Displaylage und die automatische Steigerung der Klingelton-Lautstärke beim Transport des Gerätes in der Hosentasche. Über die maximale Laufzeit des fest verbauten 1.800-mAh-Akkus ist noch nichts bekannt. Erhältlich sein soll das "8X" ab Anfang November in den Farben Blau, Schwarz, Rot und Gelb. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 550 Euro.

Das mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro im unteren bis mittleren Preissegment angesiedelte "Windows Phone 8S by HTC" soll ab Mitte November in den deutschen Handel gelangen. Auch hier zeigt HTC Mut zur Farbe: neben Rot und Blau stehen die Kombinationen Schwarz-Weiß im Domino-Look sowie Grau-Gelb zur Auswahl.

Dual-Core-CPU mit 1 GHz Taktrate

Unter der Haube verfügt das "8S" über eine S4 Dual-Core-CPU von Qualcomm (MSM8227) mit 1 Gigahertz (GHz) Taktrate inklusive Adreno-Grafikchip der neuesten Generation, 512 Megabyte (MB) RAM sowie 4 Gigabyte (GB) Speicherplatz, der sich HTC zufolge per micro-SDXC-Karte erstmals um bis zu 2 Terabyte (TB) erweitern lässt. Auch deshalb ist das 120 x 63 x 10 Millimeter messende Polycarbonat-Gehäuse des 113 Gramm leichten "8S" nicht aus einem Stück gefertigt. Vielmehr befindet sich am unteren Rand ein abnehmbarer Deckel, der micro-SIM-Karte und Speicherkarteneinschub verbirgt. Nachteil: Durch den zusätzlichen Spalt wirkt das Gerät optisch weniger wertig als das Schwestermodell.

Das durch Corning Gorilla Glass geschützte Super-LCD-Display schließt relativ nahtlos mit der Ummantelung ab und erreicht eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Wie beim "8X" hat HTC bei den Windows-Funktionstasten vollständig auf physische Elemente verzichtet. Rückseitig befindet sich eine 5-Megapixel-Kamera mit Auto-Fokus und LED-Blitz, die sich wahlweise per Touchscreen oder die seitlich angebrachte Kamerataste auslösen lässt. Videos können in HD-Qualität mit 720p aufgezeichnet werden.

Zu den sonstigen Ausstattungselementen zählen Bluetooth 2.1+EDR, WLAN in den Standards 802.11b/g/n im 2,4-GHz-Band, GPS/GLONASS, Bewegungs-, Lage- und Lichtsensor sowie UMTS-/HSDA+-Unterstützung mit einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downlink beziehungsweise bis zu 5,76 Mbit/s in Upload-Richtung. Der Klang des rückseitig angeordneten Lautsprechers soll durch Einsatz der Beats Audio-Technologie Studio-Qualität erreichen; per 3,5-Millimeter-Buchse lassen sich zudem passende Kopfhörer der US-Audio-Spezialisten ankoppeln. Noch unklar sind die Auswirkungen allzu exzessiver Raumbeschallung auf die Energiebilanz: Zur Laufzeit des fest integrierten 1.700-mAh-Akkus machte HTC zunächst keine Angaben.

(Christian Wolf)

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