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Großer Notebook-Rollout von Asus bis Samsung

Intels Startschuss für die Ivy-Bridge-Prozessoren zieht eine Welle neuer Notebooks nach sich. Wir stellen die Laptop-News von Asus, Dell, HP, Samsung und dem Sony-Konzern vor, der nun ins Ultrabook-Geschäft einsteigt.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Etwas länger als eine Woche liegt es zurück, dass Intel seine neuen Ivy Bridge-Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks, die nicht der Ultrabook-Klasse entspringen, vorgestellt hat. Kurz darauf kündigten die ersten Laptop-Hersteller neue Hardware mit den 22-Nanometer-CPUs mit stärkerer Grafikeinheit an, die große Welle an aufgemöbelten Geräten und auch Exemplaren ohne Ivys folgt jedoch erst in dieser Woche. Fast alle namhaften Notebook-Anbieter melden sich mit Neuigkeiten zu Wort – herausgepickt haben wir die Mobilrechner-Neuheiten von Asus, Dell, HP, Samsung und Sony. In Kurzform: Die Asus K-Serie liefert 15,6 Zoll, 17,3 Zoll oder 18,4 Zoll große Displays und Ivy-Bridge-Prozessoren, Dell hat seinen Alienware-Gamern M14x, M17x und M18x ein "Efeu-Brücken"-Update verpasst, Hewlett-Packard frischt die Pavilion-Serien g6, g7 sowie dv6 und dv7 mit AMD- oder Intel-Prozessoren auf, Samsung bestückt die Serie 7 Chronos sowie die Serie 7 Gamer mit Intels neuer Core-i-Generation und aktualisiert die Ultrabooks der Serie 5, während der japanische Hersteller Sony seine ersten Ultrabooks ins Rollen bringt.

Asus K-Serie: Ivy Bridge ab 949 Euro

Die verschiedenfarbigen Geräte der Asus K-Allround-Serie mit Lautsprechern von Altec Lansing unterscheiden sich nicht nur bezüglich der Displaygröße, sondern auch der -oberfläche. Im 15,6- und 18,4-Zoll-Bereich setzt Asus auf spiegelnde Bildschirme, beim 17,3-Zöller jedoch auf ein mattes Display. Eine Full-HD-Auflösung mit 1.920x1.080 Pixeln ist nur bei den beiden größten Serienmodellen zu finden, danach stuft sich die Auflösung auf 1.600x900 (HD+) und 1.366x768 (HD) ab. Bei allen vier Laptops identisch: ein Intel HM67-Chipsatz mit Core i7-3610QM-Prozessor mit 2,3 Gigahertz und Intel Grafikchip sowie eine Nvidia Grafikkarte des Typs GeForce GT 630M mit 2 Gigabyte (GB) Speicher. Dass je nach Anwendung die passende Grafiklösung einspringt, stellt Nvidias Optimus sicher. 8 GB Arbeitsspeicher, eine 750-GB-Festplatte und einen DVD-Brenner spendiert das Asus K55VM-SX064V für 949 Euro. Zum gleichen Preis ist das eine Nummer größere K75VM-T2094V zu haben, dann aber nur mit 6 GB RAM. 1.017 Euro kostet das K95VM-YZ013V, das 6 GB Arbeitsspeicher, aber eine Terabyte-Festplatte mitbringt. Das Topmodell ist das mit 8 GB Arbeitsspeicher und einem Blu-ray-Laufwerk ausgestattete K95VM-YZ015V für 1.149 Euro,

Alle K-Exemplare lassen sich über eine Gigabit-LAN-Schnittstelle oder alternativ per WLAN-Modul mit Unterstützung der Funkstandards 802.11 b/g/n mit einem Netzwerk verbinden und stellen zwei USB-3.0-Ports, 2x USB 2.0 (15,6-Zoll-Modell nur 1x), HDMI, VGA, Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer und einen Kartenleser zur Verfügung. Auf die obligatorische Webcam muss ebenso wenig verzichtet werden. Eine Bluetooth-Schnittstelle findet sich nur in den 18,4-Zoll-Rechnern.

Asus verkauft die K-Notebooks inklusive 6-Zellen-Akku, Windows 7 Home Premium 64-bit und zweijähriger Herstellergarantie.

Auch Dell hat bei Intel Ivy-Bridge-Prozessoren geordert, um die Spiele-Laptops der Alienware-Reihe auf den neuesten Stand zu bringen. So sind das Alienware M14x mit 14-Zoll-Bildschirm, der 17,3-Zöller M17x und das 18,4-Zoll-Schwergewicht M18x im Dell Onlineshop ab sofort mit den neuen Komponenten konfigurierbar.

Alienware M14x, M17x und M18x

In der Subnotebook-Klasse haben Kunden die Wahl zwischen einem Intel Core i5-2450M mit 2,5 GHz, einem i7-3720QM mit 2,6 GHz und einem Core i7-3820QM mit 2,7 GHz. Zur Grafikkarte beruft Dell standardmäßig eine Nvidia GeForce GT 650M, wahlweise mit 1 oder 2 GB Grafikspeicher. Das M17x legt die Messlatte höher und kann ausschließlich mit einem  Core i7 (i7-3610QM mit 2,3 GHz, i7-3720QM mit 2,6 GHz oder i7-3820QM mit 2,7 GHz) konfiguriert werden. Für die Gaming-Leistung springt eine Nvidia GeForce GTX 660M, eine 675M oder aber eine AMD Radeon HD 7970M mit auf. Als einziges Alien mit einem Intel Core i7-3920XM mit 2,9 GHz oder sogar einem auf bis zu 4,1 GHz taktbaren Core i7-3920XM gewappnet ist das M18x. Auch im Grafikbereich ist mehr Spielraum vorhanden: Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich zwei Nvidia GeForce GTX 675M oder zwei AMD Radeon HD 7970M im SLI- beziehungsweise CrossfireX-Verbund gönnen.

Bis zu drei SSDs

Zudem sind bis zu drei SSDs möglich, während die kleineren Exemplare eine SSD oder bis zu zwei HDDs (nur M17x) in Aussicht stellten. Während die RAM-Menge beim kleinen M14x bei maximal 16 GB liegt, ist bei den größeren Serienkollegen das Doppelte möglich. Diese liefern außerdem eine Displayauflösung von bis zu 1.920x1.080 Pixel, das M17x im 3D-Bundle auch als 120-Hertz-Version, das M14x versammelt hingegen 1.366x768 oder 1.600x900 Bildpunkte. Im Laufwerksschacht findet sich jeweils ein DVD- oder Blu-ray-Player ein. Die Preise starten bei 1.149 Euro für das Alienware M14x, ab 1.499 Euro für das M17x und 1.999 Euro für das M18x. Wer das Top-Alien mit den teuersten Komponenten bestückt und aus dem Vollen schöpft, muss jedoch mehr als 7.000 Euro auf den Tisch legen.

Kein Ivy-Bridge-Treatment, aber ein neues Design haben die HP Pavilion-Notebooks g6, g7, dv6 und dv7 erhalten. Hersteller HP hat mit den 15,6 und 17,3 Zoll großen, tragbaren Rechnern das günstigere Preissegment im Auge und bedient sich daher an Intel Core i3-, i5- und i7-Prozessoren der zweiten Generation und zum Teil an AMDs APUs.

HP g6 und g7 mit Intel Core i oder AMD APU

Der in den Farben Schwarz, Rot und Blau erhältliche 15,6-Zöller g6 mit glänzendem HD-Display sowie das aus dem 17,3-Zoll-Bereich stammende g7 mit 1.600x900 Bildpunkten sind sowohl mit Intel als auch mit AMD Prozessoren der Reihen A6, A8 oder A10 verfügbar und integrieren bis zu 8 GB RAM und maximal 1.000 GB Festplattenspeicher. Neben Konfigurationen, die sich ausschließlich auf die CPU-internen Grafikchips berufen, erwähnt HP auch Varianten mit einer AMD Radeon HD 7670 mit 1 bis 2 GB. Als Alternative zum klassischen DVD-Brenner ist eine Blu-ray-Laufwerk wählbar. Hinzu kommen WLAN, LAN, Bluetooth, 2x USB 3.0, 1x USB 2.0, HDMI, VGA, ein Kartenleser und eine Webcam. Die Lautsprecher stammen wie bei Asus von Altec Lansing, investieren müssen Interessenten 499 Euro aufwärts.

HP dv6 und dv7 mit Beats Audio

Anders die dv6- und dv7-Modelle in 15,6 und 17,3 Zoll, die HP mit Beats-Audio-Sound samt Subwoofer bestückt. AMD-Hardware wird hier ausgeklammert, stattdessen stellen ein Intel Core-i-Prozessor und eine Nvidia GeForce GT630M mit 1 bis 2 GB Grafikspeicher die nötige Leistung. Darüber hinaus sind – zumindest im größeren Modell – zwei Terabyte Speicherplatz möglich. Abgesehen von einer Netzwerkanbindung mit Gigabit-Geschwindigkeit und einem zusätzlichen USB-2.0-Port finden sich in den technischen Details keine Unterschiede zur g-Reihe. Der Startpreis liegt allerdings um 200 Euro höher: Ab 699 Euro gehen die dv6- und dv7-Laptops in den Verkauf, sind dafür jedoch auch mit einer zwei- statt einjährigen Garantie abgedeckt.

Von der Stabilität des Aluminium-Gehäuses, mit dem Samsungs hochwertige Multimedia-Serie 7 Chronos mit dem Apple MacBook Pro konkurriert, haben wir uns bereits im Samsung Chronos 700Z5A Test überzeugen können. Jetzt erhalten die üppig bestückten Multimedia-Notebooks ein neues Innenleben.

Samsung Serie 7 Chronos: 16-Zoll-Gehäuse, 17,3-Zoll-Display

Mit dem knapp 3 Kilogramm schweren und 2,5 Zentimeter flachem Serie 7 Chronos 17 hat der südkoreanische Elektronikkonzern ein 17,3-Zoll-Modell mit 300 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) hellem Full-HD-Display vorgestellt, das etwa den Abmessungen eines 16-Zöllers entsprechen soll. Die Displayoberfläche ist wie bei den übrigen Chronos-Kollegen entspiegelt. Im Innern verrichtet ein Intel Core i7-3615QM Quad-Core-Prozessor aus der dritten Generation mit 2,3 GHz seinen Dienst. Anstatt auf eine AMD- beruft sich Samsung diesmal auf eine Nvidia-Grafikkarte – eine GeForce GT 650M, die sich mittels Nvidia Optimus mit der CPU-internen Grafik von Intel abwechselt. Die Probleme bei der korrekten Auswahl des passenden Grafikchips, die wir in unserem Test teilweise bemerkten, dürften damit der Vergangenheit angehören. Nachgebessert hat der Hersteller aus Südkorea auch in Bezug auf das Laufwerk: Mussten Käufer der ersten Chronos-Generation noch auf eine Blu-ray-Option verzichten, erwähnt Samsung nun einen entsprechenden Player. Außerdem an Bord: 8 GB RAM und 1 Terabyte Speicherplatz, ergänzt durch 8 GB SSD-Speicher. Dieser verhilft dem System zu einem schnelleren Bootvorgang, der laut Samsung lediglich 19 Sekunden in Anspruch nehmen soll. Unter die Extras fallen JBL Lautsprecher und eine Tastaturbeleuchtung. Hierzulande startet das Chronos 17 als 700Z7C-S01DE Ende Mai ab 1.649 Euro.

Samsung Serie 7 Gamer

Mit einem noch helleren Display (400 cd/m²) gleicher Größe und ebenfalls einem Ivy-Bridge-Prozessor punkten wollen die Modelle der Samsung Serie 7 Gamer. Zielgruppentypisch ist eine stärkere Grafikkarte, eine Nvidia GeForce GTX 675, eingebaut. Auch mit den hervorgehobenen Gaming-Tasten stimmt sich die Reihe auf die Computerspieler ein. Während Samsung einzelne Prozessormodelle noch offen lässt, wird der Arbeitsspeicher auf bis zu 16 GB und die Speicherkapazität auf 1,5 Terabyte beziffert. Reine SSD-Modelle sind nicht im Angebot, wie in den Chronos-Laptops sorgt jedoch ein kleiner Flashspeicher für eine bessere Performance. Der Starttermin ist gleichermaßen das Monatsende, der Preis für das Gaming-Modell (700Z7C-S01DE) liegt bei 1.999 Euro.

Zu guter Letzt kündigt Samsung noch ein Hardware-Update für die Serie 5 Ultra an. Ab Anfang Juni und ab 999 Euro spendieren die Laptops Intels neuen Core-i7 Prozessor.

Neues Terrain betritt Sony: Die ersten Ultrabooks stehen vor der Tür. Die Japaner gehörten bereits zur Netbook-Zeit zu den letzten Herstellern, die den Markt mit passenden Vaio-Geräten belieferten und haben auch bei der Marke Ultrabook der Konkurrenz den Vortritt gelassen. Erst zum Monatsende mischt Sony mit silberfarbenen Geräten in zwei Größen mit.

Sony Vaio T: Ultrabooks in 11,6 und 13,3 Zoll

Mit den Ultraboooks der Vaio T-Serie weicht der Anbieter in mehreren Punkten von den Modellen der Mitbewerber ab. Zunächst sind die Aluminium-Laptops mit einem Startpreis von 699 Euro günstiger als viele andere Ultrabooks, aber auch etwas schwerer und bislang fehlt im Repertoire eine Ausführung mit Intel Core i7. Stattdessen beherrscht die Core-i3-Reihe das Feld. Günstigstes Vaio T ist das SVT1111M1ES mit 11,6-Zoll-Bildschirm und HD-Auflösung, das mit einem Intel Core i3-2367M Prozessor mit 1,4 GHz und Intel HD 3000 Grafik arbeitet. Dass Sony noch keine Ivy-Bridge-Exemplare verbaut, ist dem Unternehmen nicht vorzuwerfen; Intels Veröffentlichung der Ultrabook-CPUs der nächsten Generation steht schließlich noch aus und das kleine Ultrabook soll bereits Ende Mai in den Verkauf gehen.

Weiter bestückt ist das 1,42 Kilogramm schwere Subnotebook mit 4 GB Arbeitsspeicher und einer 500-GB-Festplatte. Eine SSD-Option besteht derzeit nicht, um jedoch Intels Vorgaben zur Aufwachzeit einhalten zu können, weicht Sony daher auf ein Hybrid-Laufwerk mit Flash-Speicher aus. Die Schnittstellen sind für Ultrabook-Verhältnisse umfangreich: Zusätzlich zu HDMI und VGA sind USB 2.0 und 3.0 in jeweils einfacher Ausfertigung sowie ein Kartenleser für SD-Karten und Memory Sticks vorhanden. Die Ports weisen reguläres Format auf, Adapter sind demnach nicht notwendig. Kommuniziert wird via Gigabit LAN, WLAN oder Bluetooth 4.0.

Zur 13,3-Zoll-Sparte steuert Sony zwei Ausführungen mit ebenfalls 1.366x768 Bildpunkten bei, die teils stärkere Komponenten, aber keine weiteren Ports hinzufügen. Für 799 Euro zu erwerben ist das 1,6 Kilogramm schwere SVT1311M1ES, dem der gleiche Prozessortyp eingepflanzt wurde wie dem kleinen Schwestermodell. Die Speicherkapazität fällt mit 320 GB geringer aus. Einziger SSD-Lieferant ist das mit einem Preisetikett von 899 Euro versehene SVT1311W1ES, das 100 Gramm leichter ist und den Core i3 durch einen Core i5 tauscht. Um welchen Prozessor es sich genau handelt, lässt Sony noch offen, erwähnt aber einen Intel HD 4000 Grafikchip. Das und die Tatsache, dass auf die 13-Zöller noch bis Mitte Juni gewartet werden muss, könnte in diesem Fall für einen Ivy Bridge Prozessor sprechen. Bezug nimmt Sony auch auf die Akkulaufzeit: Mit bis zu neun Stunden hält das SSD-Ultraboook am längsten durch.

Sony stattet seine Vaio-T-Ultrabooks mit Windows 7 Home Premium 64 aus. Mäuse und Taschen sind gegen einen Aufpreis erhältlich.

(Saskia Brintrup)

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