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Google Nexus Q - Konkurrenz für das Apple TV

Ein Feuerwerk an neuen Produkten hat Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O gezündet. Neben einem neuen Tablet mit Namen Nexus 7 stellte der Internetkonzern unter anderem auch "Nexus Q" vor, eine Streaming-Box für's Wohnzimmer.

Apple© Apple

Mit einer wahren Produkt-Offensive hat Google seine Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco eröffnet. Neben dem Tablet Nexus 7 und der neuen Android-Version 4.1 Jelly Bean schickt der einst als Suchmaschine gestartete Internet-Gigant künftig auch weitere Hardware an den Start. Zum Beispiel die Streaming-Box Nexus Q, die in direkte Konkurrenz zum Apple TV tritt.

Moderne Streaming-Kugel

Das kugelförmige Gerät für das Wohnzimmer wird zunächst nur in den USA erhältlich sein und deutlich teurer angeboten als Apple TV. Während der Apfelkonzern knapp 100 Dollar verlangt, werden für das Nexus Q knapp 300 Dollar fällig. Über verschiedene Online-Dienste des Play-Store oder über YouTube überträgt die im Durchmesser 116 Millimeter große Box die Musikdateien seines Besitzers auf eine Hifi-Anlage oder Filme bzw. TV-Serien auf den Fernseher. Auf der Rückseite stehen diverse Anschlüsse bereit - zum Beispiel für den Anschluss von Lautsprechern oder eines HDMI-Kabels.

Hardwareseitig stehen neben 16 Gigabyte Flash-Speicher 1 Gigabyte RAM Arbeitsspeicher bereit - alles auf Basis von Android 4.0. Außerdem sind WLAN, Bluetooth und NFC mit an Bord. Hübsch anzusehen ist der LED-Ring bestehend aus 32 einzelnen Leuchtdioden, die (mehr oder weniger) im Takt der Musik blinken sollen. Auf der Oberseite befindet sich ein Touchsensor, mit dem der Ton schnell und unkompliziert stummgeschaltet werden kann.

Neuigkeiten vom Project Google Glass

Darüber hinaus hat Google weitere Einzelheiten zum experimentellen Projekt Google Glass vorgestellt. Die leichte, aber robuste Datenbrille kann Informationen aller Art vors Auge projizieren, mit einer Kamera die Umgebung aufnehmen und Live-Bilder senden. Die integrierte Technik ist alles andere als ein Schnäppchen: interessierte Entwickler können das Gerät demnächst für 1.500 Dollar (1.200 Euro) vorbestellen, um Programme für die Brille zu schreiben. In einer Präsentation von Google-Mitgründer Sergey Brin wurde klar und deutlich gesagt, dass es sich noch nicht um ein finales Produkt für Privatkunden handele.



Und weil Google bekannt für außergewöhnliche Aktionen ist, ließ der Konzern sich zu einem beindruckenden Stunt verleiten. Eine Datenbrille wurde mit Hilfe von Fallschirmspringern aus einem Luftschiff über dem Konferenzzentrum in San Francisco abgeworfen und anschließend vom Dach des Komplexes über Mountainbike-Fahrer und Fassadenkletterer direkt zu Brin gebracht. Alle Beteiligten waren mit Googles Datenbrille ausgestattet, sodass Zuschauer im Kongress-Saal per Livestream den Transport verfolgen konnten.

(Hayo Lücke)

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