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Google: Millionenstrafe für Datenschutzverstoß

Der US-Internetkonzern Google hat sich laut einem Bericht der "Welt" mit Apple auf einen Vergleich in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar geeinigt. Apple hatte Google die Umgehung des Datenschutzes im Safari-Browser vorgeworfen.

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Die Vorwürfe gegen Google wiegen schwer. Der US-Suchmaschinenbetreiber soll den Datenschutz in Apples Browser Safari ausgehebelt haben. Doch nun kann sich Google laut übereinstimmenden Medienberichten offenbar von den Anschuldigungen freikaufen. Im Rahmen eines Vergleichs mit Apple soll Google laut Nachrichtenagentur AP eine Strafe in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar zahlen.

Höchste jemals verhängte FTC-Strafe

Apple hatte Google beschuldigt, die Safari-Datenschutzeinstellungen mit einem Trick umgangen zu haben. Dadurch konnte Google selbst dann Tracking-Cookies setzen, wenn die Nutzer dies per Einstellung untersagt hatten. Die US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) muss dem Vergleich von Apple und Google noch zustimmen.

Der Betrag von umgerechnet rund 18,3 Millionen Euro wäre die höchste von der FTC jemals verhängte Strafe. Andere Unternehmen sollen damit offenbar von einem Missbrauch des Datenschutzes abgeschreckt werden. Nach Apple preschte im Februar auch Microsoft gegen den Suchmaschinenbetreiber vor. Google soll den Datenschutz im Internet Explorer umgehen.

Google zahlt Strafe aus der Portokasse

Google selbst gibt sich unschuldig. Nach Angaben eines mit den Verhandlungen vertrauten Insiders wird der US-Konzern trotz Einwilligung in den Vergleich kein Fehlverhalten zugegeben. Google setze auf die "höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards", persönliche Informationen seien durch die im Safari-Browser verwendete Technik nicht gesammelt worden.

Dem Suchmaschinenbetreiber dürfte die Zustimmung zu dem Vergleich leicht fallen, da sich die Millionenstrafe sozusagen aus der Portokasse bezahlen lässt. Google hat Rücklagen in Höhe von knapp 40 Milliarden Euro angehäuft, in diesem Jahr sollen rund 37,4 Milliarden Euro als Einkünfte in die Kassen des Internetkonzerns fließen.

(Jörg Schamberg)

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