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Google Drive offiziell vorgestellt

Google bietet jedem Nutzer 5 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz. Es sind aber auch Pakete mit mehr Speicher erhältlich - für bis zu 50 Dollar pro Monat.

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Google hat am Dienstag den Startschuss für seinen lange erwarteten Speicherdienst Google Drive gegeben. Privatnutzer und Unternehmen können auf dem Online-Laufwerk bis zu fünf Gigabyte Daten kostenlos ablegen, für eine größere Kapazität wird eine Monatsgebühr fällig.

Google trifft auf viel Konkurrenz

Google Drive ist mit anderen Anwendungen des Internet-Riesen eng verzahnt, etwa der Büro-Software Docs und dem Sozialen Netzwerk Google+. Das virtuelle Laufwerk sei ein zentraler Bestandteil der Online-Dienste von Google, sagte Manager Sundar Pichai. Allerdings trifft das Unternehmen auf viel Konkurrenz. Eine Übersicht zu kostenlosen Online-Festplatten hatte onlinekosten.de erst am vergangenen Wochenende vorgestellt.

Das virtuelle Laufwerk ist im Browser über die Adresse drive.google.com erreichbar. Für Windows- und Mac-Rechner bietet Google lokal installierbare Programme an, die das Dateimanagement erleichtern sollen. Zudem gibt es eine Anwendung für Smartphones mit dem Betriebssystem Android, eine Version für Apple-Geräte soll bald folgen.

Google ermöglicht externen Entwicklern, den Online-Speicher über Schnittstellen für ihre eigenen Anwendungen zu nutzen. Als Beispiel nannte Pichai ein Fax-Progamm, das Dateien vom virtuellen Laufwerk direkt sendet.

Mehr Speicherplatz kostet Geld

Wie die meisten Wettbewerber bietet Google eine Basisversion mit 5 Gigabyte (GB) Speicher kostenlos an. 25 GB Platz kosten 2,50 Dollar (1,89 Euro) im Monat, für 100 GB werden 5 Dollar (3,79 Euro) fällig. Für 1000 GB verlangt Google 50 Dollar (37,87 Euro). Wer ein kostenpflichtiges Abo für Google Drive abschließt, erhält automatisch auch 25 Gigabyte Speicherplatz für das virtuelle Postfach bei Google Mail (Gmail). Der Dienst ist zwar offiziell eröffnet, viele Nutzer bekamen am Dienstag zunächst aber nur den Hinweis, dass sie benachrichtigt werden, wenn ihre Online-Festplatte bereit ist.

Eine zentrale Rolle soll der Dienst beim Google-Betriebssystem Chrome OS spielen, das Dateien und Programme aus dem Internet lädt und dort speichert. Google Drive werde in der neuen Generation der Chromebooks - also Notebooks mit der Software - fest integriert, kündigte Pichai an: "Alles, was auf dem Chromebook ist, wird auch im Google Drive sein." Bereits verkaufte Geräte mit dem System sollen ein Update mit den neuen Funktionen erhalten.

Google ist mit seinem Google Drive allerdings spät dran, der Vorreiter Dropbox vermarktet seinen Dienst beispielsweise schon seit 2007. Auch etliche Google-Rivalen bieten Speicherplatz in der Wolke an, etwa Apple mit der iCloud und Microsoft mit dem SkyDrive. In Deutschland gibt es unter unter anderem auch bei Strato und der Deutschen Telekom virtuelle Laufwerke.

(Hayo Lücke)

Quelle: DPA

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