VDSL-Nachfolger

G.fast-Test in Großbritannien: Highspeed-Breitband mit 500 Mbit/s über das Kupferkabel

In der britischen Stadt Huntington hat die Breitband-Zukunft Einzug gehalten. 2.000 Nutzer können im Rahmen eines Feldtests des Providers BT Group auf Internetanschlüsse per neuem Breitband-Standard G.fast zugreifen. Der VDSL-Nachfolger gilt als Brückentechnologie bis zum kompletten Ausbau per Glasfaser.

AutobahnG.fast: Mit Highspeed von 500 Mbit/s über die Datenautobahn.© nobelium / Fotolia.com

Huntington - Während VDSL mit Vectoring aktuell maximal Download-Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht, soll es per G.fast mit 500 Mbit/s und schneller ins Netz gehen. Der Feldtest in Großbritannien ist auf einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten angesetzt. Weitere Tests sind im September in den Städten Newcastle und Swansea vorgesehen.

Erhöhung der Bandbreite auf über 1 Gbit/s geplant

Beim G.fast-Einsatz werden die herkömmlichen Leitungen verwendet, die letzte Wegstrecke bis zum Hausanschluss erfolgt über das klassische Kupferkabel. Zum Start will der Telekommunikationsanbieter Download-Geschwindigkeiten von bis zu 330 Mbit/s realisieren. Schon bald soll der Speed auf 500 Mbit/s erhöht werden. Eine weitere Anhebung der Bandbreite auf über 1 Gbit/s sei in einem späteren Schritt vorgesehen. BT Group kooperiert bei dem Test mit Adtran, Alcatel-Lucent und Huawei.

G.fast-Einsatz auch in der Schweiz und in Österreich

Bereits im kommenden Jahr will BT Group nach erfolgreichen Tests mit der breiten Einführung von G.fast in Großbritannien beginnen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre werde eine flächendeckende G.fast-Abdeckung in ganz Großbritannien angestrebt. Bereits im vergangenen Herbst wurde G.fast vom österreichischen Anbieter A1 erstmals im Live-Betrieb getestet. Auch in Österreich ist eine breite Verfügbarkeit für 2016 geplant. Bereits seit Mai verbindet der Schweizer Anbieter Swisscom erste Kunden mittels G.fast. Die Deutsche Telekom (www.telekom.de) plant den Einsatz von G.fast ab 2018.

Jörg Schamberg

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