Milliardärs-Ranking

"Forbes"-Liste: Facebook-Chef Zuckerberg klettert auf Platz 6 der reichsten Menschen der Welt

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Amazon-Gründer Jeff Bezos gehören im aktuellen Milliardärs-Ranking des "Forbes"-Magazin zu den großen Gewinnern und rücken in die Top-10 der reichsten Menschen der Welt vor. An der Spitze bleibt weiterhin ein alter Bekannter.

Mark Zuckberg FacebookMark Zuckerberg kletterte im Milliardärs-Ranking von "Forbes" auf Platz 6, liegt damit aber hinter Bill Gates und Amazon-Chef Jeff Bezos.© Facebook

New York - Facebook-Chef Mark Zuckerberg (31) erobert die "Forbes"-Liste im Sturm. In dem am Dienstag veröffentlichten Milliardärs-Ranking des US-Magazins ist er der größte Gewinner. Nach Schätzung von "Forbes" ist Zuckerbergs Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 auf nun 44,6 Milliarden Dollar (41,0 Milliarden Euro) gestiegen - damit verbesserte er sich um zehn Plätze.

Bill Gates bleibt mit Vermögen von 75 Milliarden Dollar der weltweit reichste Mensch

Der Reichste unter den Superreichen bleibt indes Microsoft-Mitgründer Bill Gates (60). Sein Vermögen wird von "Forbes" auf 75 Milliarden Dollar geschätzt. Damit schrumpfte Gates' Reichtum zwar um 4,2 Milliarden Dollar. Dennoch reichte es, um den Spitzenplatz in der Liste zu behaupten, die er in 17 der letzten 22 Jahre anführte.

Amazon-Chef Bezos rückt auf Platz 5 vor

Amazon-Chef Jeff Bezos (52) zählt in diesem Jahr ebenfalls zu den Überfliegern. Sein Reichtum nahm "Forbes" zufolge um 10,4 auf 45,2 Milliarden zu, was ihm einen Sprung von Rang 15 auf 5 bescherte. Bezos und Zuckerberg schafften es dank fulminant gestiegener Kurse ihrer Aktienpakete erstmals in die Top 10.

Aldi-Süd-Erben reichste Deutsche

Auch einer Reihe Deutscher gelang in der Rangfolge der vermögendsten Milliardäre der Sprung unter die ersten 50. Reichste Menschen hierzulande sind die Aldi-Süd-Erben Karl Albrecht Junior und Beate Heister - sie wurden zusammen geschätzt und kommen mit 25,9 Milliarden Dollar auf Rang 21. Aldi-Nord-Erbe Theo Albrecht Junior folgt mit 20,3 Milliarden Dollar auf Platz 34.

Außerdem in den Top 50: Deutschlands nach "Forbes"-Recherchen reichste Frau, BMW-Erbin Susanne Klatten, die mit 18,5 Milliarden Dollar an 38. Stelle rangiert. Dicht gefolgt von Georg Schaeffler, dem Eigentümer des gleichnamigen Autozulieferers, der mit 18,1 Milliarden Dollar Platz 39 belegt. Lidl-Gründer Dieter Schwarz landet mit 16,4 Milliarden Dollar auf Rang 46, Klattens Bruder Stefan Quandt liegt mit 15,6 Milliarden Dollar auf Platz 48.

"Zara"-Chef auf Platz zwei hinter Gates

Hinter Gates schob sich der spanische "Zara"-Modemagnat Amancio Ortega (79) auf Platz zwei vor. Er erhöhte sein Vermögen laut "Forbes" um 2,5 auf 67 Milliarden Dollar. Dahinter folgen mit 60,8 und 50 Milliarden Dollar der US-Starinvestor Warren Buffett (85) und der um zwei Plätze abgerutschte mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim Helu (76). Beide büßten deutlich ein - mit einem Rückgang um 27,1 Milliarden Dollar war Slim der größte Verlierer unter den Superreichen, schätzt das Magazin. Ihn traf besonders ein Kursrutsch bei seinem Telekommunikationsunternehmen America Movil schwer.

US-Präsidentschaftsbewerber Trump sieht sich von "Forbes" unterschätzt

In der am Dienstag veröffentlichen Liste wird Trump auf 4,5 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) taxiert und belegt damit global "nur" Platz 324. Damit hat er sich zwar zum Vorjahr um 81 Plätze verbessert. Doch der extrovertierte Superreiche sieht sich trotzdem massiv unterschätzt.

Trump, der im Wahlkampf verspricht, die Vereinigten Staaten als unabhängigen Gegenentwurf zum Mainstream «wieder großartig» zu machen, gibt sein Vermögen mehr als doppelt so hoch an wie "Forbes". Über zehn Milliarden Dollar sei er schwer, ließ der 69-Jährige seine Pressestelle ausrichten. "Sie versuchen, mich so arm wie möglich zu machen", wetterte Trump. "Alles was ich sagen kann ist, "Forbes" ist ein bankrottes Magazin, sie wissen nicht, wovon sie reden."

Zahl der Milliardäre ist geschrumpft

Insgesamt zählte "Forbes" 1.810 Milliardäre nach 1.826 im Vorjahr. Das Vermögen, auf das es die Superreichen gemeinsam bringen, schrumpfte von 7,05 auf 6,48 Billionen Dollar. Es gab 198 Newcomer in der Liste. Mit 70 neuen Milliardären sind die meisten davon aus China. 32 Amerikaner und 28 Deutsche kamen dazu. Insgesamt listet "Forbes" 120 Milliardäre aus Deutschland auf - nur die USA und China haben mehr. Die Anzahl der Frauen im Ranking sank zum Vorjahr von 197 auf 190.

Das einmal jährlich in der Printausgabe, aber laufend im "Forbes"-Onlineportal aktualisierte Ranking basiert auf Schätzungen der Redaktion des Magazins. Dazu werden Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Kunstgegenstände oder auch Luxusgüter wie Yachten bewertet. Die Zahlen erheben keinen Anspruch auf volle Genauigkeit, weil die meisten Informationen aus öffentlichen Quellen stammen und nicht alle Reichen darüber hinaus zur Zusammenarbeit bereit sind.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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