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Foodwatch: Etikettenschwindel stärker bekämpfen

Bis 2013 will Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner ermitteln, welche Rahmenbedingungen zum Schutz vor Lebensmitteltäuschungen zu ändern sind. Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert schärfere gesetzliche Vorgaben.

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Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert schärfere gesetzliche Vorgaben gegen Etikettenschwindel bei Lebensmitteln. "Es reicht nicht, freiwillige Selbstverpflichtungen oder noch weitere freiwillige Siegel einzuführen", sagte Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode am Montag. Dazu gehörten Regelungen zu realistischen Produktabbildungen oder lesbare Mindestschriftgrößen.

Über 5.000 Produkte bei Online-Portal gemeldet

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: "Wir wollen den Täuschungsschutz bei Lebensmitteln kontinuierlich verbessern." Welche Rahmenbedingungen zu ändern seien, soll bis 2013 ermittelt werden. Basis dafür sei auch das seit einem Jahr geförderte Beschwerde- und Diskussionsportal "Lebensmittelklarheit".

Bei dem Internetangebot, das die Verbraucherzentralen betreiben, seien mehr als 5.000 Produkte gemeldet worden, teilte das Ministerium mit. Bei rund einem Drittel der genannten Produkte seien Aufmachung oder Verpackung nach Kritik geändert worden. Bei einem Fünftel erkannten Experten kein Täuschungspotenzial. Das Ministerium fördert das Portal mit einer Million Euro. Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde als Spitzenverband der Branche bekräftige seine Kritik an der Darstellungsweise des Portals.

(Jörg Schamberg)

Quelle: DPA

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